Gewinnrückgang beim Pharmakonzern Merck

Darmstadt (APA/Reuters) - Der deutsche Pharmahersteller Merck blickt nach einem Gewinnrückgang im dritten Quartal etwas pessimistischer auf den Rest des Jahres. Der Konzern hält zwar an seiner Jahresprognose fest, nimmt aber nur noch das untere Ende der angepeilten Gewinn- und Umsatzspanne ins Visier.

Im dritten Vierteljahr musste Merck einen Rückgang des bereinigten Betriebsergebnisses (Ebitda) um 8,3 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro hinnehmen. Mit einem Umsatz von 3,73 Mrd. Euro kam das Traditionsunternehmen kaum vom Fleck.

Höhere Forschungs- und Marketingkosten lasteten auf dem Pharma-Geschäft. Insgesamt bekam das Unternehmen auch negative Währungseffekte zu spüren. Das zum Verkauf stehende Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten wie dem Nasenspray Nasivin wuchs zuletzt organisch um elf Prozent, wie Merck am Donnerstag mitteilte.

"Wir bestätigen den Ausblick für das Gesamtjahr trotz Gegenwind auf der Währungsseite", erklärte Vorstandschef Stefan Oschmann. Allerdings stellt sich der Merck-Chef darauf ein, wegen der sich verschärfenden Schwierigkeiten mit den Währungseffekten den Zielkorridor sowohl bei den Erlösen als auch beim Gewinn nur noch am unteren Ende erreichen zu können. Anfang August hatte Merck die Umsatzprognose wegen geänderter Wechselkursannahmen leicht auf 15,3 bis 15,7 Mrd. Euro gesenkt, das Ebitda-Ziel von 4,4 bis 4,6 Mrd. Euro aber bekräftigt. Mit den Zahlen vom dritten Quartal traf Merck ungefähr die Erwartungen der Analysten.

Im Pharmageschäft gingen die Umsätze mit wichtigen Medikamenten wie dem Krebsmittel Erbitux und der Multiple-Sklerose-Medizin Rebif zurück, während die Gesamtumsätze in der Sparte trotz negativer Währungseffekte um 1,2 Prozent zulegten. Wegen höherer Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie für Marketing und Vertrieb von neuen Medikamenten brach der Betriebsgewinn in der Sparte aber um fast ein Fünftel ein.

Das Wachstum im Geschäft mit frei verkäuflichen Mitteln wurde getragen von Kernmarken wie dem Vitamin-Präparat Neurobion. Merck hatte Anfang September angekündigt, einen vollständigen oder teilweisen Verkauf der Sparte mit rezeptfreien Mitteln wie auch strategische Partnerschaften zu prüfen. Bis Anfang 2018 soll eine Entscheidung fallen. Insidern zufolge hat Nestle ein Auge auf den Bereich geworfen.

Berlin (APA/Reuters) - Die deutschen Bundesländer verlangen von der Industrie und der Regierung in Berlin die Nachrüstung von älteren Dieseln im Kampf gegen Luftverschmutzung und Fahrverbote voranzutreiben. In einem Entschließungsantrag forderte der Bundesrat am Freitag die Regierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Hersteller für eine Nachrüstung mit Katalysatoren in die Verantwortung genommen werden.
 

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Deutsche Bundesländer drängen auf Diesel-Nachrüstung

Wien (APA) - Die österreichischen Pensionskassen haben zum Ende des dritten Quartals einen negativen Veranlagungsertrag erzielt: Die Performance lag durchschnittlich bei minus 0,91 Prozent, teilte der Fachverband der Pensionskassen am Freitag mit. Das sei trotz ungünstiger Rahmenbedingungen eine positive Entwicklung gegenüber dem zweiten Quartal, in dem die Performance bei minus 1,2 Prozent lag.
 

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Pensionskassen: Performance im 3. Quartal im Minus

Wien (APA) - Das Umweltministerium von Elisabeth Köstinger (ÖVP) steht derzeit bei einigen Themen in der Kritik von Oppositionsparteien und von Nichtregierungsorganisationen (NGO). Beispielsweise geht es - neben der Aufregung rund um eine geplante UVP-Änderung - um den Standpunkt des Umweltministeriums zum Standortentwicklungsgesetz, das derzeit überarbeitet wird.
 

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Standortgesetz - NGO üben weiter Kritik an Umweltministerium