Gewinnminus bei Panalpina wegen rückläufiges Öl- und Gasgeschäfts

Beim Schweizer Transport- und Logistikkonzern Panalpina bleibt die Lage angespannt. Das Unternehmen hat im ersten Quartal 2016 weniger umgesetzt und verdient als vor Jahresfrist. Grund dafür ist das weiterhin rückläufige Öl- und Gasgeschäft.

Die Transportvolumen haben in der Luftfracht zugenommen, sanken jedoch in der Seefracht, wie Panalpina am Donnerstag mitteilte. Der Nettoumsatz ging von Jänner bis März um 13 Prozent auf 1,31 Mrd. Franken (1,2 Mrd. Euro) zurück. Auch der Gewinn schrumpfte - um 12 Prozent auf 17,3 Mio. Franken.

Auf operativer Ebene resultierte ein Betriebsgewinn auf Stufe EBIT in Höhe von 24 Mio. Franken, was einen Rückgang um 5 Prozent bedeutet. Der Bruttogewinn ging um 2 Prozent auf 364,9 Mio. Franken zurück.

Panalpina-Chef Peter Ulber geht davon aus, dass auch das zweite Quartal herausfordernd sein wird. Im Öl- und Gasgeschäft zeichne sich keine Trendwende ab. "Aber wir haben gezeigt, dass wir weiterhin profitabel sein und den Sturm überstehen können", lässt sich Ulber in der Mitteilung zitieren.

Hoffnung macht Ulber, dass andere Industrien, für die Panalpina tätig ist, wachsen. So wuchs beispielsweise das Transportvolumen von Frischwaren. Die Dienstleistungen für die Öl- und Gaskunden bleiben laut dem Panalpina-Chef aber zentral. "Gleichzeitig werden wir unseren Geschäfts- und Produktemix während des ganzen Jahres weiter ausbalancieren."

Im vergangenen November hatte Panalpina seine Präsenz in Afrika mit dem Kauf des kenianischen Blumen- und Gemüseexporteurs Airflo gestärkt. Das Unternehmen beschäftigt in Nairobi und Aalsmeer 167 Mitarbeiter. Das Land ist weltweit einer der wichtigsten Exportmärkte für Nahrungsmittel und florale Produkte.

Bewegung kommt auch in die Unternehmensspitze von Panalpina. Stefan Karlen, der bisherige Leiter des Asien-Pazifik-Geschäfts, soll in der zweiten Jahreshälfte das Amt des Konzernchefs von Ulber übernehmen. Dieser ist als neuer Verwaltungsratspräsident vorgesehen. Sie werden beide wohl weiterhin mit dem anhaltenden Gegenwind im Energiesektor konfrontiert.

Brüssel (APA) - Die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, (ÖVP) hat am Montag bei einer von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Brüssel veranstalteten Konferenz zu Cybersecurity, betont, es sei eine Pflicht, das entsprechende EU-Gesetzespaket bis Jahresende abzuschließen. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny erklärte, dass es wöchentlich Cyberattacken auf österreichische Banken gebe.
 

Newsticker

Edtstadler will EU-Cybersecurity-Paket heuer abschließen

Washington (APA/dpa) - Im eskalierenden Handelsstreit der USA mit vielen Ländern der Welt haben die Vereinigten Staaten nun ihrerseits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Diese richte sich gegen die Vergeltungszölle, die China, die Europäische Union, Kanada, Mexiko und die Türkei als Reaktion auf US-Sonderzölle auf Aluminium und Stahlimporte einführten.
 

Newsticker

USA legen Beschwerde bei WTO gegen Strafzölle ein

Moskau/Kiew (APA) - Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat die EU aufgerufen, den Sanktionen gegen Russland ein Ende zu setzen. Es sei nicht auszuschließen, dass Italien die zum Jahresende anstehende Verlängerung der Sanktionen gegen Russland durch sein Veto stoppen werde, sagte Salvini bei einer Pressekonferenz im Rahmen seines Besuchs in Moskau am Montag.
 

Newsticker

Salvini droht mit Veto gegen Verlängerung der Russland-Sanktionen