Gewinn und Umsatz bei Hewlett-Packard sanken weiter

Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Die Aufspaltung des Computer-Riesen Hewlett-Packard (HP) wird mehr als 3 Mrd. Dollar (2,7 Mrd. Euro) kosten. Diese zusätzlichen Ausgaben könnten aber unter anderem durch Sparmaßnahmen ausgeglichen werden, erklärte das Unternehmen zur Vorlage aktueller Quartalszahlen.

Im vergangenen Vierteljahr machte HP unter anderem weiterhin die Schwäche der Märkte für PC und Drucker zu schaffen, während das Geschäft mit Servern besser lief. Der Umsatz schrumpfte in dem Ende April abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 25,5 Mrd. Dollar. Ohne den Einfluss des starken Dollar, der Auslandseinnahmen bei Umrechnung in US-Währung reduziert, hätte das Minus allerdings nur zwei Prozent betragen, hieß es.

Der Gewinn fiel um 21 Prozent auf eine Milliarde Dollar. Die Aktie stieg nachbörslich dennoch leicht - Analysten hatten einen noch größeren Rückgang erwartet.

HP will sich in diesem Jahr aufspalten. Das Geschäft mit PC und Druckern soll in die HP Inc. wandern, die auf möglichst hohe Profite getrimmt werden soll. Die Dienstleistungen für Unternehmen und das Geschäft mit Servern wird dann in der Hewlett-Packard Enterprise betrieben. Konzernchefin Meg Whitman hofft, dass damit vor allem das Unternehmensgeschäft schneller wachsen kann.

Zunächst aber wird HP einen hohen Preis für die Aufspaltung bezahlen müssen. Der Konzern rechnet mit Umbaukosten von 1,8 Mrd. Dollar und einer zusätzlichen Steuerbelastung von 950 Mio. Dollar. Am Donnerstag kündigte HP zudem an, dass allein der Aufbau einer zweiten Organisationsstruktur im Management weitere 400 bis 450 Mio. Dollar veranschlagt werden.

Finanzchefin Cathie Lesjak sagte zugleich, innerhalb von drei Jahren könnten in beiden neuen Unternehmen Kosten von einer Milliarde Dollar eingespart werden, und im Dienstleistungsgeschäft noch 2 Mrd. Dollar mehr. Sie nannte keine Details dazu, woher die Einsparungen kommen sollen.

Im vergangenen Quartal schrumpfte der Umsatz im Geschäft mit PCs um 5,3 Prozent auf 7,74 Mrd. Dollar. Das operative Ergebnis fiel um fast ein Fünftel auf 235 Mio. Dollar. Auch bei Druckern musste HP Einbußen hinnehmen, sie sind aber nach wie vor deutlich lukrativer: Ein Umsatz von 5,45 Mrd. Dollar brachte einen operativen Gewinn von 995 Mio. Dollar ein.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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