Gewerkschafter pocht auf "ordentliche Lohnerhöhung"

Wien (APA) - GPA-Chef Katzian hat vor dem Start der Herbstlohnrunde einen deutlichen Zuwachs der Löhne gefordert, die sich in den Börseln der Arbeitnehmer spürbar niederschlagen. Katzian stemmt sich außerdem gegen Arbeitszeitmodelle, die Jobs kosten.

Wien. Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp) hat vor Beginn der Herbstlohnrunde einen deutlichen Zuwachs in den Börseln der Arbeitnehmer eingefordert. "Es muss Platz sein für eine ordentliche Lohnerhöhung", sagte GPA-Chef Wolfgan Katzian Montagabend vor Journalisten. Traditionellerweise wird von der Gewerkschaft vor Beginn der Gespräche keine Zahl für die angepeilte Lohnerhöhung genannt.

Die Metallerverhandlungen, die am Donnerstag starten, werden von der GPA und der Metaller-Gewerkschaft PRO-GE gemeinsam geführt. Die Gewerkschaft geht von einer Jahresinflation von 1,8 Prozent aus. Trotz der zuletzt von den Wirtschaftsforschern gesenkten Konjunkturprognosen verweist Katzian auf das Produktionsplus in der Industrie. Außerdem würden zwei Drittel der Gewinne in der Metallindustrie ausgeschüttet.

Die Gewerkschaft will auch die Beschäftigungsentwicklung im Auge behalten: "Wir werden allen Arbeitszeitmodellen, die für eine geringere Beschäftigung sorgen, eine Absage erteilen", sagte der gpa-djp-Chef. Die Position der Industrie, die Arbeiter sollten dann arbeiten wenn die Arbeit da sei, hieße, das unternehmerische Risiko auf die Arbeitnehmer zu überwälzen.

Die GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) ist auch für den Handel zuständig, wo im Vorjahr für zwei Jahre abgeschlossen wurde und daher heuer keine Lohnrunde stattfindet. Bei den Metallern liegt das Mindestgrundgehalt derzeit bei 1.688 Euro (brutto), im Handel steigt es am 1. Jänner 2015 auf 1500 Euro. Der Unterschied zwischen den beiden Branchen sei auf dem Papier gar nicht mehr so groß, allerdings würden im Handel aber viele Teilzeit arbeiten und hätten dann deutlich niedrigere Gehälter, erinnerte Katzian.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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