Gewerkschaften planen internationale Streiks gegen Amazon

Düsseldorf (APA/AFP) - Gewerkschaften aus Europa planen europaweite Streiks gegen den US-Onlinehändler Amazon. Bei einem Treffen von Betriebsräten aus Europa und Nordamerika am Donnerstag und Freitag in Rom wollen sie Kooperationsmöglichkeiten ausloten, wie die "Wirtschaftswoche" berichtete.

Dabei stehe unter anderem auf der Tagesordnung, "inwiefern wir international synchronisierte Streiks an den umsatzstärksten Tagen realisieren können", sagte der für Amazon zuständige Vertreter der deutschen Gewerkschaft Verdi, Thomas Voß, dem Blatt.

In einem ersten Schritt sei ein gemeinschaftlicher Streik mit Beschäftigten aus Italien und Spanien möglich, sagte Voß. "Gewerkschaften können im nationalen Rahmen nichts gegen Global Player wie Amazon ausrichten." Das Treffen in Rom wird von der Gewerkschaftsföderation Uni Global Union veranstaltet.

Verdi ringt seit Jahren mit Amazon um die Einführung eines Tarifvertrages auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels in Deutschland - bisher ohne Durchbruch. In Italien rief die zuständige Gewerkschaft laut "Wirtschaftswoche" im Oktober 2017 erstmals zum Arbeitskampf auf, Spanien folgt demnach in diesem Jahr.

Amazon betont im Tarifstreit immer wieder, ein guter Arbeitgeber zu sein und vergleichsweise hohe Löhne zu zahlen.

Wien (APA) - Eine aktuelle Umfrage sieht eine deutliche Mehrheit gegen den von der Regierung geplanten Zwölf-Stunden-Arbeitstag. Laut einer vom Meinungsforscher Peter Hajek für ATV durchgeführten Umfrage, sprechen sich 59 Prozent gegen die Regierungspläne aus. Auch ÖVP- und FPÖ-Wähler unterstützen die Pläne nur zu 50 bzw. 49 Prozent. 54 Prozent attestieren der Regierung Klientelpolitik für Unternehmer, Beamte und Bauern.
 

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Arbeitszeit: Umfrage sieht deutliche Mehrheit gegen Zwölf-Stunden-Tag

Tokio (APA/AFP) - Angesichts einer alternden Bevölkerung und zunehmenden Fachkräftemangels hat die japanische Regierung eine Lockerung der Einreisebestimmungen angekündigt. "Der Fachkräftemangel ist dringlicher geworden", sagte Kabinettssekretär Yoshihide Suga am Freitag vor Journalisten.
 

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Japan will Einreisebestimmungen lockern und mehr Fachkräfte holen

Moskau (APA/dpa) - Die Fußball-WM wird Russland nach Einschätzung seiner Nationalbank nur ein geringes Wirtschaftswachstum bringen. Aufs Jahr gerechnet sei ein Plus von 0,1 bis 0,2 Prozentpunkten zu erwarten, sagte Zentralbankchefin Elvira Nabiullina am Freitag in Moskau. "Dafür wird sich die Weltmeisterschaft positiv auf die Erwartung und Stimmung der Russen wie der Gäste auswirken", sagte sie laut Agentur Tass.
 

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Russische Nationalbank erwartet kaum Wirtschaftswachstum durch WM