Gewerkschaft will Verkauf von Lebensversicherungen verhindern

München/Triest (APA/Reuters) - Die deutsche Gewerkschaft Verdi will den Verkauf der vier Millionen klassischen Lebensversicherungen von Generali Leben an einen Abwickler verhindern. "Ein Verkauf der Generali-Bestände wäre angesichts der Größe der Gesellschaft ein Dammbruch für die gesamte Branche", kritisierte Verdi am Mittwoch. Dadurch drohe ein Vertrauensverlust in die private Altersvorsorge.

Verdi-Chef Frank Bsirske forderte die Politik auf, "nicht zuzulassen, dass ein zentraler Bestandteil der betrieblichen und privaten Altersversorgung ins Risiko gestellt wird". Zudem drohe der Verlust vieler Arbeitsplätze. Das Unternehmen solle die Bestände behalten und selbst abwickeln.

Generali Deutschland will bis zum Sommer entscheiden, ob die teilweise seit Jahrzehnten laufenden Policen der Generali Leben ganz oder teilweise verkauft werden, wie Deutschland-Chef Giovanni Liverani in dieser Woche dem "Handelsblatt" sagte. Die Policen mit langfristigen Garantien binden viel Kapital. Der Bieterprozess, an dem sich mehrere Finanzinvestoren beteiligt haben, läuft bereits seit Monaten. Liverani sagte, möglich sei auch eine Partnerschaft mit einem externen Abwickler, bei der der italienische Versicherer einen kleinen Minderheitsanteil behalte.

Der größere Rivale Ergo hatte den Verkauf zweier Portfolios von insgesamt sechs Millionen Lebensversicherungen wegen des negativen Echos bei Kunden und in der Politik wieder gestoppt. Die Finanzaufsicht BaFin hat bisher nur den Verkauf kleinerer Bestände gestattet, sieht eine externe Abwicklung aber grundsätzlich nicht negativ. Ihr liege bisher weder ein weiterer Antrag noch dessen Ankündigung vor, bekräftigte ein Sprecher am Mittwoch.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht