Gewerkschaft will Verkauf von Lebensversicherungen verhindern

München/Triest (APA/Reuters) - Die deutsche Gewerkschaft Verdi will den Verkauf der vier Millionen klassischen Lebensversicherungen von Generali Leben an einen Abwickler verhindern. "Ein Verkauf der Generali-Bestände wäre angesichts der Größe der Gesellschaft ein Dammbruch für die gesamte Branche", kritisierte Verdi am Mittwoch. Dadurch drohe ein Vertrauensverlust in die private Altersvorsorge.

Verdi-Chef Frank Bsirske forderte die Politik auf, "nicht zuzulassen, dass ein zentraler Bestandteil der betrieblichen und privaten Altersversorgung ins Risiko gestellt wird". Zudem drohe der Verlust vieler Arbeitsplätze. Das Unternehmen solle die Bestände behalten und selbst abwickeln.

Generali Deutschland will bis zum Sommer entscheiden, ob die teilweise seit Jahrzehnten laufenden Policen der Generali Leben ganz oder teilweise verkauft werden, wie Deutschland-Chef Giovanni Liverani in dieser Woche dem "Handelsblatt" sagte. Die Policen mit langfristigen Garantien binden viel Kapital. Der Bieterprozess, an dem sich mehrere Finanzinvestoren beteiligt haben, läuft bereits seit Monaten. Liverani sagte, möglich sei auch eine Partnerschaft mit einem externen Abwickler, bei der der italienische Versicherer einen kleinen Minderheitsanteil behalte.

Der größere Rivale Ergo hatte den Verkauf zweier Portfolios von insgesamt sechs Millionen Lebensversicherungen wegen des negativen Echos bei Kunden und in der Politik wieder gestoppt. Die Finanzaufsicht BaFin hat bisher nur den Verkauf kleinerer Bestände gestattet, sieht eine externe Abwicklung aber grundsätzlich nicht negativ. Ihr liege bisher weder ein weiterer Antrag noch dessen Ankündigung vor, bekräftigte ein Sprecher am Mittwoch.

Wien (APA) - Der heimische Markt für Elektro- und Hybridfahrzeuge ist im ersten Halbjahr 2018 deutlich weniger stark gewachsen als in der ersten Jahreshälfte des Vorjahres. Nachdem die Verkäufe in den ersten sechs Monaten 2017 um rund 70 Prozent gestiegen waren, legten sie im ersten Halbjahr 2018 nur noch um ein Fünftel zu, zeigt eine Auswertung der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY).
 

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Trotz Diesel-Schwäche - Wachstum bei E-Autos verlangsamt sich

Wien/Linz (APA) - Die Einvernahme des Hauptangeklagten Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) im Korruptionsprozess rund um die Buwog-Privatisierung und den Linzer Terminal Tower hat sich heute, Dienstagvormittag, auf Grassers Geldgeschäfte rund um 500.000 Euro konzentriert. Grasser gibt an, er habe das Geld von seiner Schwiegermutter zur Veranlagung bekommen.
 

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Grasser-Prozess - Richterin forscht zu Geldgeschäften Grassers nach

Wolfsburg (APA/dpa) - Der Volkswagen-Konzern hat im ersten Halbjahr erstmals mehr als 5,5 Millionen Fahrzeuge weltweit an seine Kunden ausgeliefert. Das entsprach einem Plus von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Juni stiegen die Verkaufszahlen um 4,1 Prozent gegenüber dem Einzelmonat 2017 auf insgesamt 958.600 Neuwagen, wie das Unternehmen am Dienstag in Wolfsburg mitteilte.
 

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Bester Halbjahres-Absatz für VW-Konzern in der Unternehmensgeschichte