Gewerkschaft setzt im Metaller-Tarifkonflikt weiter auf Warnstreiks

Düsseldorf (APA/dpa-AFX/Reuters) - Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie will die IG Metall den Druck hochhalten. Am Dienstag sollen Beschäftigte aus rund 80 Firmen die Arbeit vorübergehend niederlegen und zu Kundgebungen in Lohmar und Siegen kommen, zudem ist eine kleine Versammlung in Beckum geplant. Betroffen ist zum Beispiel der Landmaschinenhersteller GKN Walterscheid GmbH aus Lohmar.

Die Arbeitnehmerorganisation rechnet mit insgesamt mehreren tausend Teilnehmern am Dienstag - das wären weniger als zuvor. Als die Warnstreiks am vergangenen Dienstag losgingen, hatten in NRW an dem Tag nach IG-Metall-Angaben gut 30.000 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt - bis zum Ende der Woche waren es gut 73.000.

Die Gewerkschaft fordert für die 700.000 NRW-Metaller sechs Prozent mehr Geld und die Option, die Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden senken zu können. Die Arbeitgeber bieten zwei Prozent mehr Lohn plus Einmalzahlung und verlangen ihrerseits, die Arbeitszeitregeln nach oben öffnen zu können. Beide Seiten wollen sich an diesem Donnerstag in Neuss zur dritten Verhandlungsrunde treffen.

Die Arbeitgeber haben vor einem Arbeitskampf gewarnt. "Wir sind stark. An unserer Widerstandsfähigkeit gegenüber Streiks besteht kein Zweifel", sagte Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger der "Augsburger Allgemeinen" (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Er bekräftigte, die Arbeitgeber seien bereit, über die von der IG Metall verlangte Möglichkeit zur Verkürzung der Arbeitszeit zu verhandeln - "wenn es auch eine Flexibilisierung nach oben gibt".

Die Geduld der Betriebe sei begrenzt, wenn die Arbeitszeit weiter abgesenkt würde, sagte Dulger. Manche Unternehmen würden es dann nicht bei Tarifflucht belassen. "Sie müssten überlegen, die Produktion ins Ausland zu verlagern." Am Ende dürften die tarifgebundenen Arbeitgeber nicht "als die Dummen" dastehen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte