Gewerkschaft gegen Niedriglohnsektor: Löhne anheben, statt senken

Die Gewerkschaft hat sich wenig überraschend gegen die Schaffung eines Niedriglohnsektors ausgesprochen, wie gestern von Ex-IHS-Chef Christian Keuschnigg vorgeschlagen. Angesichts von Rekordarbeitslosigkeit und der hohen Anzahl von Flüchtlingen sollten laut Keuschnigg alle Möglichkeiten für zusätzliche Jobs in Betracht gezogen werden.

"Die Schaffung eines Niedriglohnsektors und die Einführung eines Hartz IV Modells sind kein Modell, um die Beschäftigungskrise wirksam zu begegnen", so Spitzengewerkschafter Wolfgang Katzian am Mittwoch in einer Aussendung. Dieser Schritt würde die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vergrößern, so der Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp). Durch die "Hartz-IV"-Arbeitsmarktreformen sei in Deutschland die Zahl der Personen stark gestiegen, die unter ihrem Qualifikationsniveau arbeiten.

Laut Gewerkschaft sind in Deutschland mehr als sechs Millionen Menschen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts auf staatliche Hilfe angewiesen und rund 1,3 Millionen gelten als "Working Poor", sind also arm, trotz Erwerbsarbeit.

GPA-Chef Katzian kündigte an, die Anhebung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter auf 1.700 Euro brutto pro Monat weiter zu forcieren. Die Beschäftigten in Österreich müssten Einkommen erhalten, "von denen man wirklich leben kann".

Brüssel (APA/dpa) - Die EU droht Nordkorea eine weitere Verschärfung von Sanktionen an. Wegen der atomaren Aufrüstung des Landes werde man in enger Abstimmung mit den internationalen Partnern weitere Reaktionen in Erwägung ziehen, heißt es in einer am Donnerstagabend beim EU-Gipfel verabschiedeten Erklärung.
 

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EU droht Nordkorea neue Sanktionen an

Brüssel (APA) - Der EU-Gipfel in Brüssel hat ein "effektives und faires Steuersystem" für die Digitalwirtschaft verlangt. Die EU-Staats- und Regierungschefs forderten am Donnerstag die EU-Kommission auf, "angemessene" Vorschläge dafür bis Anfang 2018 vorzulegen.
 

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EU-Gipfel will Vorschlag für Digitalsteuer Anfang 2018

San Francisco/Mountain View (APA/dpa) - Der Fahrdienstvermittler Lyft hat sich frisches Geld bei Investoren besorgt. Die von CapitalG, einem Investmentfonds der Google-Mutter Alphabet, angeführte Finanzierungsrunde spült eine Milliarde Dollar (851,14 Mio. Euro) in die Kasse, teilte Lyft am Donnerstag mit. Insgesamt wurde die Firma von Geldgebern zuletzt nach eigenen Angaben mit 11 Mrd. Dollar bewertet.
 

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Uber-Rivale Lyft sammelt weitere Milliarde bei Investoren ein