Gewerkschaft gegen Niedriglohnsektor: Löhne anheben, statt senken

Die Gewerkschaft hat sich wenig überraschend gegen die Schaffung eines Niedriglohnsektors ausgesprochen, wie gestern von Ex-IHS-Chef Christian Keuschnigg vorgeschlagen. Angesichts von Rekordarbeitslosigkeit und der hohen Anzahl von Flüchtlingen sollten laut Keuschnigg alle Möglichkeiten für zusätzliche Jobs in Betracht gezogen werden.

"Die Schaffung eines Niedriglohnsektors und die Einführung eines Hartz IV Modells sind kein Modell, um die Beschäftigungskrise wirksam zu begegnen", so Spitzengewerkschafter Wolfgang Katzian am Mittwoch in einer Aussendung. Dieser Schritt würde die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vergrößern, so der Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp). Durch die "Hartz-IV"-Arbeitsmarktreformen sei in Deutschland die Zahl der Personen stark gestiegen, die unter ihrem Qualifikationsniveau arbeiten.

Laut Gewerkschaft sind in Deutschland mehr als sechs Millionen Menschen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts auf staatliche Hilfe angewiesen und rund 1,3 Millionen gelten als "Working Poor", sind also arm, trotz Erwerbsarbeit.

GPA-Chef Katzian kündigte an, die Anhebung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter auf 1.700 Euro brutto pro Monat weiter zu forcieren. Die Beschäftigten in Österreich müssten Einkommen erhalten, "von denen man wirklich leben kann".

Washington/Berlin (APA/dpa)Die deutsche Industrie hat die geplante massive Senkung der Unternehmensteuern in den USA als "absolute Kampfansage" bezeichnet. Die Folge wären Wettbewerbsverzerrungen, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
 

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US-Steuersenkungen für Unternehmen "Kampfansage"

Brüssel (APA/dpa/AFP) - Die wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Russland werden verlängert. Darauf einigten sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten am Donnerstagabend in Brüssel, wie EU-Ratspräsident Donald Tusk auf Twitter mitteilte.
 

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EU verlängert Wirtschaftssanktionen gegen Russland

Berlin/London (APA/Reuters) - EU-Budgetkommissar Günther Oettinger bezweifelt, ob die britische Premierministerin Theresa May ihre Brexit-Zusagen letztlich durchsetzen kann. Angesichts der Fortschritte in den bisherigen Verhandlungen könne die Kommission zwar vorschlagen, über die Ausgestaltung der künftigen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien zu sprechen, sagte Oettinger am Freitag dem Deutschlandfunk.
 

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Brexit - Oettinger: Können bei Mays Zusagen nicht ganz sicher sein