Gewerkschaft gegen Niedriglohnsektor: Löhne anheben, statt senken

Die Gewerkschaft hat sich wenig überraschend gegen die Schaffung eines Niedriglohnsektors ausgesprochen, wie gestern von Ex-IHS-Chef Christian Keuschnigg vorgeschlagen. Angesichts von Rekordarbeitslosigkeit und der hohen Anzahl von Flüchtlingen sollten laut Keuschnigg alle Möglichkeiten für zusätzliche Jobs in Betracht gezogen werden.

"Die Schaffung eines Niedriglohnsektors und die Einführung eines Hartz IV Modells sind kein Modell, um die Beschäftigungskrise wirksam zu begegnen", so Spitzengewerkschafter Wolfgang Katzian am Mittwoch in einer Aussendung. Dieser Schritt würde die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vergrößern, so der Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp). Durch die "Hartz-IV"-Arbeitsmarktreformen sei in Deutschland die Zahl der Personen stark gestiegen, die unter ihrem Qualifikationsniveau arbeiten.

Laut Gewerkschaft sind in Deutschland mehr als sechs Millionen Menschen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts auf staatliche Hilfe angewiesen und rund 1,3 Millionen gelten als "Working Poor", sind also arm, trotz Erwerbsarbeit.

GPA-Chef Katzian kündigte an, die Anhebung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter auf 1.700 Euro brutto pro Monat weiter zu forcieren. Die Beschäftigten in Österreich müssten Einkommen erhalten, "von denen man wirklich leben kann".

Farnborough (APA/dpa) - Die Flugzeugbauer Boeing und Airbus sind mit ersten Großaufträgen in den ersten Tag der Luftfahrtmesse in Farnborough gestartet. Die taiwanesische Fluggesellschaft Starlux will 17 Exemplare des jüngsten Airbus-Langstreckenjets A350 kaufen, wie der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern am Montag auf der Farnborough Airshow südwestlich von London bekanntgab.
 

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Airbus und Boeing sammeln Großaufträge ein

Peking (APA/AFP) - Mit eindringlichen Worten hat EU-Ratspräsident Donald Tusk davor gewarnt, dass sich die hochschaukelnden internationalen Handelskonflikte in Gewalt entladen könnten. Es sei die "gemeinsame Pflicht" von Europa und China, aber auch der USA und Russlands, "keine Handelskriege zu beginnen, die sich so oft in der Geschichte in heiße Konfliktherde verwandelt haben", sagte Tusk am Montag beim Gipfeltreffen der Europäischen Union mit China in Peking.
 

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EU warnt Weltmächte vor "Konflikt und Chaos" durch Handelskriege

Charlotte (North Carolina) (APA/dpa/Reuters) - Die Bank of America hat ihren Gewinn im zweiten Quartal dank niedrigerer Steuern, höherer Zinsen und einem deutlichen Kreditwachstum im Zuge des US-Wirtschaftsbooms abermals kräftig gesteigert. Verglichen mit dem Vorjahreswert legte der Überschuss um rund ein Drittel auf 6,8 Mrd. Dollar (5,8 Mrd. Euro) zu, wie das zweitgrößte US-Geldhaus am Montag mitteilte.
 

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Bank of America mit kräftigem Gewinnsprung im zweiten Quartal