Gewerkschaft Cockpit lehnt Tarifvertrag mit Eurowings ab

Frankfurt (APA/Reuters) - Der Tarifvertrag der Lufthansa-Billigtochter Eurowings mit den Piloten ist bei der Gewerkschaft durchgefallen. Die Vereinigung Cockpit (VC) teilte am Montag mit, sie lehne den Abschluss aus "verbandsübergeordneten Gründen" rund um die Insolvenz von Air Berlin ab.

"Dieser Tarifvertrag hätte weder für die von der Insolvenz betroffenen Piloten der Air Berlin, noch für das Bestandspersonal der Eurowings verbindliche Perspektiven geschaffen", erklärte Gewerkschaftsvorstand Jörg Handwerg. "Betroffene Piloten dürfen nicht in Konditionen teils deutlich unter dem Niveau des Wettbewerbs gezwungen werden." Eurowings hatte sich Ende Oktober mit den Piloten auf einen Tarifvertrag verständigt, der eine rasche Übernahme von Air-Berlin-Piloten ermöglichen sollte. Über die Einigung mussten aber auch noch die Gremien beider Seiten entscheiden.

Mit ihrer Absage forderte die Vereinigung Cockpit Eurowings zugleich auf, sich als "Nutznießer" der Air-Berlin-Insolvenz zu ihrer sozialen Verantwortung zu bekennen. Der AUA-Mutterkonzern Lufthansa hatte sich Mitte Oktober mit der insolventen Air Berlin auf den Kauf von deren Töchtern Niki und LGW für 210 Millionen Euro geeinigt. Lufthansa übernimmt rund 1.700 Mitarbeiter, will 1,5 Mrd. Euro in den Ausbau von Eurowings stecken und insgesamt 3.000 neue Stellen schaffen. Eurowings übernimmt rund 80 der gut 130 Air-Berlin-Flugzeuge.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte