conwert will alle Gewerbeimmobilien abstoßen

Der börsennotierte Immobilienkonzern conwert will sämtliche Gewerbeimmobilien abstoßen und sich auf das Segment Wohnen konzentrieren. Das operative Geschäft soll dadurch profitabler werden. "Wir werden zu einem reinen Wohnimmobilienentwickler und werden nur mehr in Deutschland und Österreich tätig sein - alles andere wird verkauft", kündigte conwert-Chef Clemens Schneider heute, Mittwoch, an.

Der Leerstand soll weiter verringert und das vorhandene Mietsteigerungspotenzial gehoben werden. Konkret hat conwert den Angaben zufolge für die Entwicklung ihrer Wohnimmobilien sechs "Kernmärkte" für ihre Aktivitäten im Fokus: Potsdam, Nordrhein-Westfalen, Leipzig, Berlin, Dresden und Wien.

Sämtliche Immobilien in den übrigen Ländern werden "sukzessive verkauft". In Luxemburg hat die conwert noch ein Haus, in Tschechien sei der Verkauf des gesamten Portfolios bereits unterzeichnet, in der Slowakei sei bis auf zwei kleinere Immobilien auch bereits alles veräußert. In Ungarn stehen die Zeichen ebenfalls auf Verkauf und in der Ukraine hat der österreichische Immo-Konzern noch Probleme mit einem Haus mit fast 75 Prozent Leerstand.

Für die Verkäufe will sich die conwert aber über die kommenden Jahre Zeit nehmen. "Wir werden nicht schnell drehen, sondern den Buchwert beim Verkauf als Richtstange hernehmen", schränkte Schneider ein. Der "größte Brocken" im Gewerbebereich sei die Tochter Eco Business.

"Ziel ist nur mehr Österreich und nur mehr Deutschland mit nur mehr Wohnimmobilien in den sechs Kernmärkten", fasste Schneider in einer Pressekonferenz zusammen. Bis Anfang 2016 sollen der Anteil der Wohn-Immos und jener des deutschen Bestandes auf jeweils 80 Prozent erhöht werden. Derzeit befinden sich fast 75 Prozent der conwert-Assets in Deutschland und etwa 23 Prozent in Österreich. Nur noch 3 Prozent befinde sich in den restlichen Ländern. "Diesen Wert werden wir heuer auf 1 Prozent senken", so Schneider. Das langfristige Ziel seien 87,5 Prozent der Wohnimmobilien in Deutschland zu halten und 12,5 Prozent in Österreich.

Das gesamte Immobilienvermögen der conwert bezifferte Finanzchef Thomas Doll mit 2,81 Mrd. Euro (per Ende 2014) - 978,4 Mio. Euro davon entfielen auf Gewerbeimmobilien, weniger als die Hälfte davon (rund 390 Mio. Euro) entfalle auf Deutschland. In Summe will der Konzern in den kommenden Jahren etwa 3.000 Gewerbeeinheiten mit einer Nutzfläche von 0,7 Millionen Quadratmetern veräußern. 2014 betrug der Leerstand in diesem Bereich 14,1 Prozent.

Der Bestand an Wohnimmobilien umfasst den Unternehmensangaben zufolge rund 27.400 Einheiten im Wert von 1,83 Mrd. Euro und mit einer Nutzfläche von 1,8 Millionen Quadratmetern - der Leerstand lag hier zuletzt bei 7,1 Prozent. Der gesamte Leerstand von Wohnen und Gewerbe zusammen sei im abgelaufenen Jahr "erstmals einstellig" gewesen - er sank gegenüber 2013 von 10,2 auf 9 Prozent.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch