Geschäftsschwund bei Navi-Pionier TomTom hält an

Amsterdam (APA/Reuters) - Der niederländische Navigationsgerätehersteller TomTom kämpft weiter mit schrumpfenden Geschäften. Nach einem überraschend starken Umsatzrückgang im vergangenen Quartal korrigierte das Management seine Erwartungen fürs Gesamtjahr nach unten, wie der Konzern heute, Freitag, bekanntgab.

Der Konzern leide weiter unter der Schwäche im Stammgeschäft mit Produkten für Endverbraucher, das neben traditionellen Navigationssystemen auch tragbare Fitness-Datengeräte umfasst. Hier sinkt die Nachfrage, weil Autofahrer und Sportler verstärkt auf Smartphone-Apps zurückgreifen.

Um den Abwärtstrend aufzuhalten, konzentriert sich der Navi-Pionier mit Sitz in Amsterdam verstärkt auf Dienstleistungen für die Autozulieferindustrie. Dazu gehören Karten, Flottenmanagement-Systeme und Technologie für selbstfahrende Autos. Das Wachstum in diesem Bereich konnte die Einbußen in der Endverbrauchersparte zuletzt aber nicht ausgleichen.

Wegen des Umbaus im Geschäft mit Sportprodukten - etwa Datengeräte für Läufer und Golfer - erwartet TomTom für dieses Jahr nur noch 900 Mio. Euro Umsatz. Bisher lag die Prognose bei rund 925 Millionen. Die Restrukturierungskosten führten im dritten Quartal zu einem Verlust von 5,3 Mio. Euro. Der Umsatz sank um 9 Prozent auf 218 Mio. Euro und lag damit unter den Erwartungen von Analysten. Im vorangegangenen Quartal war er bereits um vier Prozent geschrumpft.

An der Börse in Amsterdam verlor der Kurs der TomTom-Aktie um mehr als drei Prozent an Wert.

Wien/Wels (APA) - Die Sporthandelskette Intersport hat im per Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 das nach eigenen Angaben "erfolgreichste Jahr seiner Unternehmensgeschichte" hingelegt. Aufgrund zahlreicher Neueröffnungen und hoher Steigerungsraten in den Bereichen Ski, Rad sowie Outdoor stieg der Österreich-Umsatz um 14 Prozent auf 575 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Montag bekanntgab.
 

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Intersport - Umsatzsprung dank Filialexpansion und hoher Nachfrage

Berlin/Istanbul (APA/AFP) - Wegen der unzureichenden Aufklärung des Mordes an dem Journalisten Jamal Khashoggi durch Saudi-Arabien hat die Bundesregierung die deutschen Rüstungsexporte in das Königreich komplett gestoppt. Ein Sprecher des deutschen Wirtschaftsministeriums sagte am Montag in Berlin, derzeit gebe es keine Ausfuhren von Deutschland nach Saudi-Arabien. Klar sei auch, dass derzeit keine Genehmigungen erteilt würden.
 

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Khashoggi - Deutschland stoppt Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien

München (APA/dpa) - Ungeachtet politischer Spannungen nach der Tötung des saudischen Regimekritikers Jamal Khashoggi will Siemens-Chef Joe Kaeser nach Saudi-Arabien reisen. Dort will der Spitzenmanager an einer Konferenz des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco teilnehmen. Darüber berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Montag).
 

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Siemens-Chef Kaeser will nach Saudi-Arabien reisen