Geschäftsreisende kritisieren geplante AUA-Buchungsgebühr

Der österreichische Geschäftsreiseverband Austrian Business Travel Association (abta) kritisiert die geplante GDS-Buchungsgebühr des Lufthansa-Konzerns, zu dem auch die Austrian Airlines (AUA) gehört. Der Widerstand sollte die Fluggesellschaften nachdenklich machen, erklärte abta-Präsident Hanno Kirsch in einer Aussendung. Die AUA verteidigte die Pläne am Dienstag gegenüber der APA.

"Das ist leider kein kundenorientiertes Handeln, da einseitig höhere Kosten ohne Mehrwert in Rechnung gestellt werden", kritisierte Reisemanager Andreas Gruber von Siemens Österreich in der abta-Aussendung. Ähnlich sieht das Markus Grasel von der Telekom Austria: "Mir wäre eine Preiserhöhung auf allen Kanälen wesentlich lieber." Geschäftsreisebüros befürchten laut abta Mehrkosten in Millionenhöhe.

Betroffen von der Extra-Gebühr sind allerdings nicht nur Geschäftsreisende, sondern auch alle, die ihre Flüge im Internet über Online-Reisebüros wie Expedia buchen. AUA und Lufthansa wollen ab 1. September 16 Euro pro Ticket einheben, das über globale Reservierungssysteme (GDS) gebucht wird. Der Lufthansa-Konzern beziffert die jährlichen GDS-Kosten auf einen dreistelligen Euro-Millionenbetrag.

Auch in Deutschland stoßen die Pläne auf Ablehnung. "Ein Flugticketkauf über neutrale Buchungskanäle - egal ob über Internet-Portale oder über stationäre Reisebüros - wird für alle teurer", erklärte der Deutsche Reiseverband (DRV) kürzlich. Wer die 16 Euro nicht zahlen wolle, müsse bei AUA oder Lufthansa direkt buchen - ein Preisvergleich werde erschwert.

Die AUA verteidigte die geplante Buchungsgebühr. Es gehe darum, die GDS-Kosten "verursachergerecht" weiterzugeben, so Pressesprecherin Sandra Bijelic. Ziel sei es, von GDS weg zu kommen. Man sei mit den Reisebüros in Gespräche, um neue, innovativere Buchungssysteme zu entwickeln.

Wien/Bochum (APA) - Buwog-Chef Daniel Riedl widerspricht dem Vorwurf, die Bundeswohnungen seien 2004 von der damaligen Bundesregierung zu billig verkauft worden. Zur in diesen 14 Jahren eingetretenen Wertsteigerung von 588 Mio. auf 3,2 Mrd. Euro, soviel bietet die deutsche Vonovia, sagte Riedl am Freitag im Ö1-"Mittagsjournal" des ORF-Radios: "Ich bin persönlich stolz drauf."
 

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Buwog-Chef Riedl verteidigt kräftige Wertsteigerung des Unternehmens

Wien (APA) - Bei der insolventen Wienwert-Holding hat am Freitag die erste Gläubigerversammlung stattgefunden. Laut Bericht des Masseverwalters Norbert Abel beträgt das liquide Vermögen derzeit gerade einmal 40.000 Euro, berichtete Anlegeranwalt Lukas Aigner am Nachmittag. Die Anleihen seien aus Sicht des Masseverwalters faktisch nicht besichert.
 

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Wienwert-Masseverwalter: 40.000 Euro Vermögen, Bonds nicht besichert

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi hat nach einem Gewinnsprung 2017 einen klaren Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gescheut. Das sorgte an der Börse für Enttäuschung: Vivendi-Aktien brachen am Freitag zeitweise um knapp neun Prozent ein und waren größter Verlierer im Parise Auswahlindex CAC 40.
 

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Medienkonzern Vivendi lässt Anleger über 2018 im Dunkeln: Aktie fällt