Gesamtvolumen der EZB-Anleihenkäufe sinkt erstmals

Frankfurt (APA/Reuters) - Das Gesamtvolumen der Staatsanleihen-Käufe der Europäischen Zentralbank (EZB) ist in der vergangenen Woche erstmals geschrumpft. Die Summe der Ankäufe war geringer als die Summe der Papiere, die aus dem Bestand herausfielen, weil sie abgelaufen waren.

Nimmt man Wertberichtigungen zum Quartalsende aus, fiel damit erstmals das Gesamtvolumen geringer aus als in der Vorwoche, wie die EZB am Montag auf Anfrage erklärte.

Sie wies bis zum 20. April insgesamt Staatsanleihen und andere öffentliche Schuldentitel im Gesamtvolumen von 1,963 Billionen Euro aus. Das liegt 1,09 Milliarden Euro unter dem Bestand per 13. April.

Die EZB und die nationalen Euro-Notenbanken erwerben bereits seit Jahren Staatsanleihen und andere Wertpapiere. Die Käufe waren zuletzt das wichtigste Instrument der Währungshüter im Kampf gegen eine aus ihrer Sicht zu schwache Inflation. Sie sollen noch bis mindestens Ende September fortgesetzt werden.

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

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Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

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EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

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AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver