Gerüchte über Wechsel an UniCredit-Spitze - Dementi aus Aufsichtsrat

Gerüchte über einen möglichen Wechsel an der Spitze der Bank Austria-Mutter UniCredit kursieren in internationalen Medien. Der Stuhl von UniCredit-Chef Federico Ghizzoni wackelt angeblich, berichteten "Financial Times" und die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" und zuletzt auch der "Standard". Vom Aufsichtsrat wird das in Abrede gestellt.

Aktionäre und Investoren hätten, so hieß es zu Wochenbeginn in Medien, Zweifel an dem im November vorgestellten Entwicklungsplan Ghizzoni, der die Streichung von über 18.000 Jobs vorsieht. Den Personalspekulationen zufolge winkt dem 60-jährigen Ghizzoni der Posten als Verwaltungsratspräsident anstellen von Giuseppe Vita. Als Kandidaten für den Vorstandsvorsitzenden (CEO) wurden UBS-Investment-Banking-Chef Andreal Orcel oder Giampiero Maioli, Topmanager bei Crédit Agricole in Italien, ins Gespräch gebracht. Ghizzoni ist 2010 als Nachfolger von Alessandro Profumo zum Vorstandschef der Bankengruppe aufgerückt.

Der Verwaltungsratspräsident von Alitalia, Luca Cordero di Montezemolo, der als Vertreter des Staatsfonds von Abu Dhabi, Aabar, im UniCredit-Aufsichtsrat sitzt, dementierte Gerüchte über einen Führungswechsel bei UniCredit. Die Situation in der Bank sei stabil und die Aktionäre seien mit dem Entwicklungsplan zufrieden. Aabar ist mit einem fünfprozentigen Anteil des stärkste UniCredit-Aktionär.

UniCredit wollte die medialen Rücktrittsgerüchte nicht kommentieren. "Wir sind auf der Umsetzung des Entwicklungsplans fokussiert", sagte ein Banksprecher auf Anfrage der APA.

Dabei hat Ghizzoni am Dienstag seinen ersten Erfolg des Jahres feiern können. UniCredit hat sich mit der ABH Holdings der Alfa Group für den Verkauf der ukrainischen Tochter Ukrsotsbank geeinigt. Laut dem Abkommen wird die UniCredit Group im Austausch für den Verkauf der Ukrsotsbank neuemittierte Aktien der AABH im Wert von 9,9 Prozent des Kapitals erhalten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte