Gerry Weber verzeichnete Gewinneinbruch und kappt Prognosen

Halle (APA/dpa) - Der schlingernde Modekonzern Gerry Weber muss einen herben Umsatz- und Gewinnrückgang verkraften und hat seine Prognosen gesenkt. In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahr 2017/2018 sei der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,4 Prozent auf 404,7 Mio. Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Mittwochabend in Halle mit.

Einer der Gründe für die schlechteren Aussichten sei ein bereits vor Monaten angekündigter und nun beschlossener Konzernumbau, der im laufenden Geschäftsjahr bisher nicht einkalkulierte Sonderbelastungen von 15 Mio. Euro mit sich bringe. Zudem würden Umsätze ins kommende Geschäftsjahr verschoben.

Das operative Ergebnis (Ebit) brach bis Ende April um 46,7 Prozent auf 3,2 Mio. Euro ein. Die Mitarbeiterzahl ist bis Ende April binnen eines Jahres um 343 auf 6.595 reduziert worden. Auch mit Blick nach vorn sieht es düster aus.

Das Unternehmen kappte für das laufende Geschäftsjahr seine Umsatzprognose auf eine Spanne von 830 bis 840 Mio. Euro. Bisher war man von 870 bis 890 Mio. Euro ausgegangen. Beim operativen Ergebnis rechnet man bestenfalls mit einer Null; aber auch ein Verlust von bis zu 10 Mio. Euro ist einkalkuliert. Bisher war man von einem Plus von 10 bis 20 Mio. Euro ausgegangen.

Der Kurs der Gerry-Weber-Aktien verlor 5 Prozent. Trotz der schlechten Zahlen gibt sich das Unternehmen optimistisch. In den kommenden drei bis fünf Jahren rechne man mit deutlichen Umsatzsteigerungen, mit Kostensenkungen im mittleren zweistelligen Millionenbereich sowie mit Gewinnzuwächsen. Unter anderem sind Einsparungen in Höhe von 13 bis 15 Mio. Euro in der Produktentwicklung, der Beschaffung, der Logistik und im Verwaltungsbereich geplant. In den kommenden zwei Jahren sollen demnach 140 bis 150 Vollzeitstellen in der Zentrale und in der Logistik abgebaut werden.

Frankfurt/New York (APA/dpa) - US-Aufseher haben der Deutschen Bank wegen verbotener Absprachen am Devisenmarkt eine Millionenstrafe aufgebrummt. Das Geldhaus habe einer Zahlung von 205 Mio. Dollar (178 Mio. Euro) wegen früherer Verstöße gegen New Yorker Finanzgesetze zugestimmt, teilte die dortige Finanzbehörde DFS am Mittwoch mit.
 

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Deutsche Bank muss in den USA 205 Millionen Dollar Strafe zahlen

Berlin (APA/Reuters) - Der US-amerikanische Datenverarbeiter Teradata hat Klage gegen SAP vor einem Bundesbezirksgericht in Kalifornien eingereicht. Dem Softwarekonzern werden Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen sowie Verstöße gegen das Urheber- und Kartellrecht vorgeworfen, teilte Teradata am Mittwoch mit.
 

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US-Datenverarbeiter Teradata erhebt Klage gegen SAP

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