Geplatzter Öl-Deal erhöht Druck auf saudische Währung

Wegen geplatzter Hoffnungen auf wieder steigende Staatseinnahmen aus Ölexporten wetten immer mehr Anleger gegen die saudi-arabische Währung. Der sogenannte Rial-Forward, ein Terminkontrakt, mit dem sich Investoren einen bestimmten Wechselkurs in einem Jahr sichern, stieg am Montag um knapp ein Drittel auf 400 Punkte.

Auslöser dieser Rally waren die gescheiterten Gespräche der großen Ölexporteure über eine Begrenzung der Fördermengen. Experten rechnen nun mit einer Ausweitung des weltweiten Überangebots, das den Preis dieses Rohstoffs in den vergangenen beiden Jahren um rund 60 Prozent gedrückt hat. Den Förderländern drohten damit neue Haushaltslöcher, warnten die Analysten der Essener National-Bank.

In den vergangenen Monaten haben Investoren wiederholt auf eine Lockerung oder gar die Aufgabe der Koppelung des Rial an den US-Dollar spekuliert. Dies trieb den Rial-Forward im Jänner auf ein Rekordhoch von 1020 Punkten. Experten betonen jedoch, dass vor allem die Golf-Staaten über dicke Kapitalpuffer in Form von Devisenreserven verfügten. Sie rechnen eher mit Etat-Kürzungen als mit Abwertungen.

Eine Koppelung der Währung an den Dollar hält die Inflation in Golf-Staaten niedrig. Außerdem vereinfacht sie den Handel mit dem in Dollar abgerechneten Rohöl. Der offizielle Wechselkurs des Dollar liegt derzeit bei etwa 3,75 Rial. Mit Termingeschäften können sich Investoren gegen eine mögliche Abwertung absichern.

Brüssel/London (APA/dpa) - Die Europäische Union gibt Großbritannien weitere zehn Tage Zeit für Zugeständnisse beim Brexit. Der Start der zweiten Verhandlungsphase Mitte Dezember sei immer noch möglich, erklärte EU-Ratspräsident Donald Tusk nach einem langen Gespräch mit der britischen Premierministerin Theresa May am Freitagabend auf Twitter. "Aber immer noch eine riesige Herausforderung", so Tusk. May sagte, es gebe Fortschritte, nannte aber keine Details.
 

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EU gibt London weitere zehn Tage für Zugeständnisse beim Brexit

Frankfurt/Ludwigshafen (APA/Reuters) - BASF spricht über eine Fusion seiner Öl- und Gas-Tochter Wintershall mit der vom russischen Milliardär Michail Fridman kontrollierten Dea AG. BASF würde die Aktienmehrheit an einem fusionierten Unternehmen halten, teilte der deutsche Konzern am Freitag mit. Mittelfristig sei ein Börsengang des Gemeinschaftsunternehmens eine Option.
 

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BASF spricht über Fusion der Tochter Wintershall mit Dea

Frankfurt (APA/Reuters) - Eine neue Vorschrift zur Bilanzierung droht die Banken zu belasten. Basierend auf Informationen direkt überwachter Geldhäuser, die besser auf die Umstellung vorbereitet seien, betrage die negative Auswirkung auf die harte Kernkapitalquote (CET 1) im Schnitt geschätzte 40 Basispunkte, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mit.
 

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EZB - Neue Bilanzierungsregel knabbert Banken-Kapitaldecke an