Geplatzter Öl-Deal erhöht Druck auf saudische Währung

Wegen geplatzter Hoffnungen auf wieder steigende Staatseinnahmen aus Ölexporten wetten immer mehr Anleger gegen die saudi-arabische Währung. Der sogenannte Rial-Forward, ein Terminkontrakt, mit dem sich Investoren einen bestimmten Wechselkurs in einem Jahr sichern, stieg am Montag um knapp ein Drittel auf 400 Punkte.

Auslöser dieser Rally waren die gescheiterten Gespräche der großen Ölexporteure über eine Begrenzung der Fördermengen. Experten rechnen nun mit einer Ausweitung des weltweiten Überangebots, das den Preis dieses Rohstoffs in den vergangenen beiden Jahren um rund 60 Prozent gedrückt hat. Den Förderländern drohten damit neue Haushaltslöcher, warnten die Analysten der Essener National-Bank.

In den vergangenen Monaten haben Investoren wiederholt auf eine Lockerung oder gar die Aufgabe der Koppelung des Rial an den US-Dollar spekuliert. Dies trieb den Rial-Forward im Jänner auf ein Rekordhoch von 1020 Punkten. Experten betonen jedoch, dass vor allem die Golf-Staaten über dicke Kapitalpuffer in Form von Devisenreserven verfügten. Sie rechnen eher mit Etat-Kürzungen als mit Abwertungen.

Eine Koppelung der Währung an den Dollar hält die Inflation in Golf-Staaten niedrig. Außerdem vereinfacht sie den Handel mit dem in Dollar abgerechneten Rohöl. Der offizielle Wechselkurs des Dollar liegt derzeit bei etwa 3,75 Rial. Mit Termingeschäften können sich Investoren gegen eine mögliche Abwertung absichern.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab