Generika-Konkurrenz setzt Glaxo unter Druck

London/Frankfurt (APA/Reuters) - Zunehmender Wettbewerb für sein Kerngeschäft mit Atemwegsmedikamenten und HIV-Arzneien stimmt den Pharmakonzern GlaxoSmithKline vorsichtig. Das britische Unternehmen befürchtet heuer einen Gewinnrückgang, wenn günstigere Kopien seines Asthma-Inhalators Advair bis Mitte des Jahres in den USA - wie von vielen Analysten erwartet - auf den Markt kommen.

Der bereinigte Gewinn pro Aktie könnte dadurch zu konstanten Wechselkursen um bis zu drei Prozent niedriger ausfallen, teilte GlaxoSmithKline am Mittwoch mit. Ohne die Konkurrenz durch Generika würde das Ergebnis um vier bis sieben Prozent zulegen.

Im vergangenen Jahr war der bereinigte Gewinn je Aktie um vier Prozent gestiegen. Glaxo setzte 30,2 Mrd. Pfund (34 Mrd. Euro) um, ein Plus von acht Prozent. Zu konstanten Wechselkursen lag der Zuwachs bei drei Prozent.

Trotz des Konkurrenzdrucks bei Advair und im Geschäft mit HIV-Medikamenten durch den US-Rivalen Gilead zeigte sich Glaxo-Chefin Emma Walmsley "zunehmend zuversichtlich", dass der Konzern bis 2020 ein Ergebniswachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich erzielen kann. Walmsley, die vor zehn Monten das Ruder übernommen hatte, arbeitet daran, die Pipeline an neuen Medikamenten aufzubauen und hat dafür auch hochkarätige Forscher von der Konkurrenz abgeworben.

Insidern zufolge ist Glaxo zudem am zum Verkauf stehenden Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten von Pfizer interessiert. Vor Investoren hatte Walmsley jedoch Anfang Januar gesagt, Glaxo sei darauf nicht angewiesen und werde sich auch nicht zu einem zu hohen Gebot hinreißen lassen. Mit der Sache vertrauten Personen zufolge will Pfizer nicht weniger als 20 Mrd. Dollar (16,2 Mrd. Euro) für das Geschäft.

Davos/Moskau (APA/AFP) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat mit einem Boykott des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jänner gedroht, sollten wichtige russische Geschäftsleute dort nicht willkommen sein. Er reagierte damit am Dienstag auf einen Pressebericht. Demnach sollen auf Druck der USA mehrere russische Geschäftsleute gebeten worden sein, im kommenden Jahr nicht an der Konferenz in Davos teilzunehmen.
 

Newsticker

Russland droht mit Boykott des Weltwirtschaftsforums

Wien (APA) - Am vierten Tag des Telekom/Valora-Prozesses gegen die Ex-Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger sowie den Ex-Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer ging es heute viel um einen Mann, der gar nicht angeklagt ist: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP/FPÖ), für den die Telekom beispielsweise Umfragen zu seinem Image und Privatleben bezahlte.
 

Newsticker

Telekom/Valora - Privatflug mit Grasser, Weitflug mit Hühnern

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission hat einen Notfallplan für den Fall eines Scheiterns der Brexit-Verhandlungen verabschiedet. Er enthält "eine begrenzte Zahl von Notfallmaßnahmen in vorrangigen Bereichen", wie die EU-Behörde am Dienstag mitteilte.
 

Newsticker

EU veröffentlicht Notfallplan für Scheitern von Brexit-Verhandlungen