Generali stärkt Position in Zentral- und Osteuropa

Ljubljana/Triest (APA) - Generali stärkt mit der heute bekannt gegebenen Bankenkooperation mit UniCredit sowie mit jüngsten Akquisitionen ihre Position in der Region Zentral- und Osteuropa (CEE). "Wir zählen schon jetzt zu den führenden Versicherern in CEE, sehen die Region aber auch weiterhin als Ziel für Wachstum und Investitionen", sagte der CEO der Generali-CEE-Holding, Luciano Cirina, am Dienstag vor Journalisten.

"Mit den aktuell vereinbarten Akquisitionen und Partnerschaften können wir unsere regionale Präsenz wesentlich stärken", betonte Cirina bei einer Pressekonferenz in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana. Die Vereinbarung sei von strategischer Bedeutung für den italienischen Versicherungskonzern und eine "einzigartige Chance" für die Stärkung von regionalen Vertriebskanälen, fügte er hinzu.

Von der Partnerschaft mit UniCredit, die die Länder Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Serbien, die Slowakei und Slowenien betrifft, erwartet Generali ein Wachstum sowohl beim Volumen als auch bei der Profitabilität, insbesondere auf dem kroatischen und rumänischen Markt.

In der Region befindet sich Generali derzeit auch auf Einkaufstour. Kürzlich würde der Kauf der drittgrößten slowenischen Versicherung Adriatic Slovenica für 245 Mio. Euro vereinbart. Damit wird Generali vom derzeit fünften auf den zweiten Marktrang vorrücken. Der slowenische Markt, wo Generali seit 1997 präsent ist, werde zu einem wichtigen Standbein in der Region, so Cirina.

In Polen hat man sich unterdessen auf Übernahme der Concordia-Gesellschaften geeinigt. Der Wert des Deals werde laut Vereinbarung mit deren deutschen Eigentümern nicht genannt, erklärte Cirina. Der Kauf der Concordia-Gesellschaften sei "willkommen", weil man damit insbesondere die Präsenz in West-Polen stärken werde, sagte Cirina. Anders wie bei der Akquisition in Slowenien wird der Zukauf in Polen aber die Marktposition von Generali (derzeit Nummer 9) nicht wesentlich verändern.

Seit Jahresanfang ist auch Generali Österreich Teil der Generali CEE Holding mit Sitz in Prag. "Das ist eine unglaublich willkommene Ergänzung", sagte Cirina zur APA. "Wir haben eine extrem starke Gruppe bekommen, die nicht nur in Zahlen erfolgreich ist, sondern sich vor allem auch in Innovation und Professionalität ausgezeichnet hat", betonte er. Bei dem Wechsel aus der Region EMEA (Europa, Nahost und Afrika) in die CEE-Region gibt es nach seinen Worten auch eine emotionale Seite. "Es ist nicht so lange her, als Wien das Zentrum für die Region war", so Cirina, der seit 2013 die CEE Holding leitet und davor ab 2007 Generali-Österreich-Chef war. "Auf der einen Seite ist es eine reine Business-Ergänzung, anderseits auch eine starke emotionale Wiedervereinigung."

Die Region, die neben Österreich und den CEE-Ländern auch Russland umfasst, steuert mit 6,2 Mrd. Euro (davon rund 40 Prozent aus Österreich) nahezu 10 Prozent zum gesamten Prämienaufkommen der weltweiten Gruppe bei. Mit 744 Mio. Euro ist sie für mehr als 15 Prozent ihres operativen Ergebnisses verantwortlich.

Zehn Länder, die bis Ende 2017 zur CEE-Region zählten (Tschechien, Polen, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Kroatien und Montenegro), haben im Vorjahr ihr Prämienaufkommen im Jahresvergleich um 1,3 Prozent auf 3,6 Mrd. Euro gesteigert, hieß es bei Generali. In den Nicht-Lebenssparten wuchs die CEE-Gruppe um 3,4 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro, vor allem durch ein starkes Plus bei Kfz-Versicherungen. Hingegen sank in der Lebensversicherung das Prämienaufkommen um 1,6 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro, weil das Geschäft mit Einmalerlägen aus strategischen Gründen zurückgefahren wurde. Der Gewinn nach Steuern stieg im Jahresvergleich um 5,2 Prozent auf 316 Mio. Euro.

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