Generali Österreich mit gutem Geschäftsjahr 2014

Wien (APA) - Für die Generali Österreich ist 2014 gut gelaufen. Nachdem bereits 2013 das beste Jahr war, sei es gelungen, 2014 den Kurs zu halten und plangemäß 2013 noch einmal zu übertreffen, sagte Generaldirektor Peter Thirring am Montagabend vor Journalisten. Man habe Marktanteile gewonnen.

Auf der Schadenseite habe es kleinere lokale Ereignisse gegeben, die allerdings auch relativ teuer ausfallen können. Die Combined Ratio - Schäden und Kosten in Relation zu den Prämieneinnahmen - habe sich etwas verbessert, liege aber noch über 94 Prozent. Im Jahr 2013 hatte die Combined Ratio 94,6 Prozent betragen. Die Prämieneinnahmen beliefen sich 2013 auf rund 2,5 Mrd. Euro, das Konzern-EGT hatte mit 193 Mio. Euro den bis dahin besten Wert erreicht.

Das extrem niedrige Zinsniveau sei für die Versicherungen nicht bedrohlich. "Das halten wir aus." Man müsse es aber managen, und es werde sich auch auf die Ergebnisse der Unternehmen auswirken. Bei der Verzinsung in der Lebensversicherung werde die Generali voraussichtlich etwas runtergehen. Man werde aber nach wie vor im Spitzenfeld der heimischen Versicherungen liegen. Zuletzt lag die Gesamtverzinsung in der Lebensversicherung bei durchschnittlich 3,4 Prozent, am Gesamtmarkt waren es durchschnittlich rund 3,25 Prozent. Eine klassische Lebensversicherung ohne Garantiezins ist für die Österreich-Tochter des italienischen Versicherungskonzerns kein Thema, mit der fondsgebundenen Lebensversicherung gebe es bereits eine Variante ohne Garantiezins.

Das laufende Jahr 2015 werde von den Rahmenbedingungen her nicht einfach, die wirtschaftliche Lage für Österreich langsam immer schwieriger, so Thirring. Für die Generali werde 2015 aber trotz schwieriger Rahmenbedingungen wieder ein gutes Jahr werden. Schwerpunkte im kommenden Jahr würden die Sachversicherung mit neuen Produkten und auch die Krankenversicherung sein. Dabei wolle man aber das Thema Gesundheitsversicherung stärker in den Vordergrund stellen, ein Feld der Zukunft, das die Generali künftig weiterentwickeln werde. Es gehe dabei um Assistance-Leistungen wie beispielsweise Gesundheitscoaching.

Das Sammeln von Fitness- und Gesundheitsdaten und damit verbunden mögliche Prämiennachlässe werde es bei der Generali Österreich nicht geben. Solche individualisierte Krankenversicherungen sind in Österreich gesetzlich nicht erlaubt. Im November hatte der Generali-Konzern mit Plänen aufhorchen lassen, wonach man Fitness-Daten von Kunden sammeln und ihnen im Gegenzug günstigere Prämien anbieten wolle. Kooperiert wird dabei auf Gruppenebene mit dem südafrikanischen Versicherer Discovery.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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