Generali Bank soll 2019 aufgespalten werden - Teil an 3 Banken Gruppe

Wien (APA) - Die Generali Bank, die ihre Geschäftstätigkeit schon länger schrittweise reduziert hat, wird ab 2019 gar kein Neugeschäft mehr annehmen und könnte nächstes Jahr auch aufgespalten werden. Nur das Kreditportfolio wird sie dann noch weiterführen, das übrige Geschäft könnte auf die 3 Banken Gruppe übertragen werden, hieß es am Mittwoch beim Bilanzpressegespräch der Generali-Gruppe in Österreich.

"Die 3 Banken Gruppe wird uns beim Auslaufen des Bankgeschäfts unterstützen", sagte Generali-Versicherung-CFO Klaus Wallner, der auch Vize-Aufsichtsratschef bei der Generali Bank AG ist. Diese werde weiter bestehen und nicht liquidiert, die vergeben Kredite würden noch Jahrzehnte laufen - "und wir haben ja auch Erträge aus dem Kreditgeschäft, das trägt sich wirtschaftlich". Derzeit stehe ein Portfolio-Verkauf nicht auf der Tagesordnung, das könnte aber in einigen Jahren der Fall sein.

Strategisch wolle sich Generali Österreich aus dem Bankgeschäft zurückziehen und auf das Versicherungsgeschäft konzentrieren, erinnerte Wallner an Aussagen von vor etwas mehr als einem Jahr. Voriges Jahr zählte das Institut im Schnitt 52 Angestellte. Schon 2011 hatte die Bank das Kredit-Neugeschäft eingestellt, 2014 das Leasingneugeschäft und 2016 die Wertpapiervermittlung; es blieb also neben der Betreuung der Altkredite nur das Einlagengeschäft.

Dass die Bilanzsumme der Generali Bank voriges Jahr von 725 auf 637 Mio. Euro geschrumpft ist, führte Wallner auf die Reduktion des Kreditportfolios zurück. Zudem habe man 2017 sehr erfolgreich von Franken- in Euro-Kredite konvertiert - das Institut war für seinen hohen Stand an Fremdwährungskrediten bekannt - und auch für das Portfolio stärker vorgesorgt, mehr als unbedingt nötig gewesen sei. Auch deshalb sei es zu gewissen Rücklagenauflösungen im Vorjahr gekommen.

"2019 werden wir auch das sonstige Neugeschäft einstellen", kündigte Wallner an - und alles außer dem Kreditbestand "übertragen" bzw. "verkaufen", im Wege einer Spaltung. Ende 2017 hatte die Bank noch 457,1 Mio. Euro Forderungen an Kunden, Ende 2016 waren es 526,8 Mio. Euro gewesen. 398,0 (470,3) Mio. Euro davon wiesen mehr als fünf Jahre Restlaufzeit auf; Wallner sprach von einem "Peak" der Kredite in den Jahren 2031/32. Umgekehrt entfielen zum Ultimo von den 552,8 Mio. Euro Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 249,4 Mio. auf täglich fälliges Geld, 234,1 Mio. Euro auf bis zu 3 Monate Laufzeit.

Die Kooperation mit der 3 Banken Gruppe (Oberbank, BKS, BTV) habe die Generali erst jetzt gerade verlängert, und diese Kooperation solle vertieft werden, sagte der Vorstandschef der Generali Versicherung AG, Alfred Leu, am Mittwoch. Die Generali Bank AG ist eine 100-Prozent-Tochter der Generali Versicherung AG.

Wiesbaden (APA/dpa) - In Deutschland ist unter den Bundesländern ein Streit um die Strafzahlung des VW-Konzerns in Höhe von einer Milliarde Euro wegen des Abgasskandals entbrannt. Das Land Hessen hat nun die Aufteilung des Milliardenbußgeldes unter den Ländern gefordert. Gezahlt hat Volkswagen die Milliarde an das Land Niedersachsen, das maßgeblich am Konzern beteiligt ist.
 

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Deutsche Bundesländer streiten um VW-Milliarde

Athen (APA/Reuters) - Die Finanzminister der Euro-Länder wollen die Auszahlung von Milliardenmitteln an Griechenland nach dem Auslaufen des dritten Rettungsprogramms im August an Reformauflagen knüpfen. Insgesamt 4,8 Mrd. Euro bis 2022 sollten nur dann gezahlt werden, wenn die Athener Regierung sich an die Bedingungen eines sogenannten Überwachungsprogramms halte, heißt es in einem Dokument der Eurogruppe.
 

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Euro-Länder planen reformabhängige Zahlungen an Griechenland

Berlin/Menlo Park (APA/Reuters) - Facebook will Falschmeldungen auf seiner Plattform weiter erschweren. Die Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktenprüfern werde bis Jahresende von derzeit 14 auf weitere Länder ausgedehnt, kündigte das weltgrößte soziale Netzwerk am Donnerstag an. Zudem fänden in nunmehr vier Ländern Tests zur Überprüfung von Fotos und Videos statt.
 

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Facebook will schärfer gegen Falschmeldungen vorgehen