General Electric schrieb 10 Mrd. Dollar Quartalsverlust

Fairfield (Connecticut) (APA/Reuters) - Altlasten aus dem Versicherungsgeschäft und die Steuerreform in den USA haben General Electric (GE) im vierten Quartal 10 Mrd. Dollar (8,2 Mrd. Euro) Verlust eingebrockt. Für das gesamte Jahr 2017 berichtete das Konglomerat am Mittwoch in Boston über ein Minus nach Anteilen Dritter von 6,2 Mrd. Dollar. Ein Jahr zuvor hatten 8,2 Mrd. Dollar Gewinn zu Buche gestanden.

Die Belastungen aus alten Lebens- und Krankenversicherungen, vor denen GE schon vor einer Woche gewarnt hatte, summierten sich auf 6,2 Mrd. Dollar. Dazu kommen 1,8 Mrd. Dollar an Firmenwert-Abschreibungen in der Finanzsparte. Die Steuerreform kostet den Konzern unter dem Strich 3,5 Mrd. Dollar.

Doch auch ohne die Sonderbelastungen lief es schlecht. Der Umsatz ging im vierten Quartal um 5 Prozent auf 31,4 Mrd. Dollar zurück, der operative Gewinn je Aktie habe mit 1,15 Dollar am unteren Ende der Erwartungen gelegen, räumte Vorstandschef John Flannery ein. Im Gesamtjahr schrumpfte der Umsatz um ein Prozent auf 122 Mrd. Dollar.

Vor allem das Kraftwerksgeschäft verzeichnete zuletzt herbe Umsatz- und Auftragsrückgänge. 2017 habe GE schon 1,7 Mrd. Dollar Kosten eliminiert, rund die Hälfte davon bei den Kraftwerken, hieß es in der Mitteilung. 2018 sollen die Kostensenkungen 2 Mrd. Dollar erreichen. Auch Siemens baut im Geschäft mit konventionellen Kraftwerksturbinen, das von der Energiewende gebeutelt wird, massiv Stellen ab. Lichtblicke sieht Flannery im Luftfahrt- und Medizintechnik-Geschäft.

Davos/Moskau (APA/AFP) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat mit einem Boykott des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jänner gedroht, sollten wichtige russische Geschäftsleute dort nicht willkommen sein. Er reagierte damit am Dienstag auf einen Pressebericht. Demnach sollen auf Druck der USA mehrere russische Geschäftsleute gebeten worden sein, im kommenden Jahr nicht an der Konferenz in Davos teilzunehmen.
 

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Russland droht mit Boykott des Weltwirtschaftsforums

Wien (APA) - Am vierten Tag des Telekom/Valora-Prozesses gegen die Ex-Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger sowie den Ex-Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer ging es heute viel um einen Mann, der gar nicht angeklagt ist: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP/FPÖ), für den die Telekom beispielsweise Umfragen zu seinem Image und Privatleben bezahlte.
 

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Telekom/Valora - Privatflug mit Grasser, Weitflug mit Hühnern

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission hat einen Notfallplan für den Fall eines Scheiterns der Brexit-Verhandlungen verabschiedet. Er enthält "eine begrenzte Zahl von Notfallmaßnahmen in vorrangigen Bereichen", wie die EU-Behörde am Dienstag mitteilte.
 

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EU veröffentlicht Notfallplan für Scheitern von Brexit-Verhandlungen