General Electric räumt zu hohe Verschuldung ein - Aktie im Sturzflug

Fairfield (Connecticut) (APA/dpa) - Der US-Industrieriese General Electric (GE) braucht nach eigenen Angaben dringend Geld, um seine Bilanz zu stärken. "Wir haben derzeit keine höhere Priorität, als den Verschuldungsgrad zu senken", sagte der neue Vorstandschef Larry Culp am Montag dem US-Sender CNBC. Es gebe jedoch ausreichend Spielraum, Mittel durch weitere Verkäufe von Vermögenswerten zu erlösen.

Culp betonte, dass GE keine Liquiditätsprobleme habe. Auch Pläne für eine Kapitalerhöhung verfolge man aktuell nicht. An der Börse, wo der Konzern ohnehin schon stark unter Druck steht, kamen die Aussagen trotzdem überhaupt nicht gut an. Die Aktie des Siemens-Rivalen brach zum Wochenbeginn zeitweise um mehr als sieben Prozent ein und fiel erstmals seit März 2009 unter die Marke von acht Dollar (7,05 Euro).

GE kriselt schon länger heftig. Wegen einer enormen Abschreibung in der Kraftwerksparte schrieb der Konzern, dessen Wurzeln auf Glühbirnen-Erfinder Thomas Edison zurückgehen, im dritten Quartal einen Verlust von 22,8 Mrd. Dollar (20,1 Mrd. Euro).

Die Aktie ist dieses Jahr schon um mehr als 50 Prozent gesunken und erstmals seit 110 Jahren aus dem US-Leitindex Dow Jones abgestiegen. Culp hatte den Spitzenjob erst Anfang Oktober übernommen, nachdem das US-Traditionsunternehmen Vorgänger John Flannery vor die Tür setzte - es war bereits der zweite Chefwechsel innerhalb von nur 14 Monaten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte