General Electric muss Milliardenbelastung aus Altgeschäft verkraften

Boston (APA/dpa) - Die Vergangenheit holt den US-Industriekonzern General Electric ein: Der Siemens-Rivale muss für sein Altgeschäft mit nordamerikanischen Lebens- und Krankenversicherungen im vierten Quartal eine Belastung von 6,2 Mrd. US-Dollar (5,05 Mrd. Euro) verbuchen, wie der Konzern am Dienstag in Boston mitteilte. Das ist das Ergebnis einer Überprüfung des Portfolios.

Verteilt über einen Zeitraum von sieben Jahren wird die Finanzsparte GE Capital nun rund 15 Mrd. Dollar an Deckungsreserven bilden und deshalb die Dividendenzahlungen an die Mutter vorerst einstellen. Für Konzernchef John Flannery ist das ein Rückschlag: GE Capital habe zwar die notwendigen Mittel. Es sei aber eine Enttäuschung, dass eine derart hohe Belastung aus einem Geschäft komme, das seit mehr als einem Jahrzehnt auslaufe.

General Electric steckt seit der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise in einem tiefgreifenden Umbau. Flannerys Vorgänger Jeffrey Immelt hatte den riesigen Finanzarm deutlich eingedampft und den Fokus auf das industrielle Geschäft gelegt. Flannery hatte im August den Chefposten übernommen und steht vor einer schweren Aufgabe: General Electric leidet unter einem schwachen Geschäft mit Turbinen zur Stromerzeugung und Ausrüstungen für die Ölindustrie. Der Manager will deshalb Kosten senken und Unternehmensteile veräußern.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

Newsticker

Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

Newsticker

Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

Newsticker

Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker