General Electric verkauft Haushaltsgeräte-Sparte nach China

Der US-Konzern General Electric (GE) treibt mit dem milliardenschweren Verkauf seiner Haushaltsgeräte-Sparte seinen Konzernumbau voran. Die chinesische Firma Qingdao Haier kauft das Geschäft mit Kühlschränken, Geschirrspülern und oder Waschmaschinen für 5,4 Mrd. Dollar (5 Mrd. Euro) in bar, wie der US-Konzern heute, Freitag, bekanntgab.

Für Haier ist es die größte jemals getätigte Akquisition. Die Wettbewerbsbehörden müssen noch zustimmen. General Electric will sich künftig stärker auf die Industrie und das Digitalgeschäft konzentrieren.

Haier legt für das GE-Geschäft deutlich mehr auf den Tisch als es Electrolux wollte: Erst im Dezember war die Übernahme der Sparte durch die schwedische AEG-Mutter für geplante 3,3 Mrd. Dollar geplatzt. Damals hatte es Einwände des US-Justizministeriums gegeben, das Preiserhöhungen für die Verbraucher befürchtete. Demnach stellen Electrolux, GE und der größere Kitchenaid-Anbieter Whirlpool mehr als 90 Prozent aller größeren Küchengeräte her. Die GE-Haushaltsgerätesparte machte 2014 einen Umsatz von 5,9 Mrd. Dollar und beschäftigte weltweit 12.000 Mitarbeiter, den Großteil in den USA.

Einem Medienbericht zufolge hatte Haier in einem Bieterwettbewerb mehrere andere Interessenten ausgestochen. GE rechnet nach eigenen Angaben durch die Transaktion mit einem Nachsteuer-Gewinn von 20 Cent je Aktie. Dieser soll in die Restrukturierung gesteckt werden.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne