Geldwäsche-Ermittlungen gegen Erdogans Sohn in Bologna

Rom - Die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Bologna hat Ermittlungen gegen Bilal Erdogan, Sohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, aufgenommen. Erdogan Junior, der an der John Hopkins-Universität in Bologna ein Doktorat macht, das er aber 2007 unterbrochen hatte, soll illegal beträchtliche Summen aus seiner Heimat nach Italien eingeführt haben.

Der Vorwurf lautet auf Geldwäsche, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Mittwoch. Aufgenommen wurde die Untersuchung aufgrund der Anzeige des türkischen Großunternehmers Murat Hakan Uzan, Bruder von Cem Uzan, dem Gründer und Chef der türkischen Genc Parti (Junge Partei).

Laut Uzan halte sich der junge Erdogan in Bologna auf, nicht um studieren, sondern um die illegalen Geschäfte der Familie zu organisieren. Nach Italien sollen große Schmiergelder geflossen sein. Schon früher war die Regierungspartei AKP in einen Skandal wegen Schmiergeldzahlungen verwickelt worden.

Der Skandal hatte auch Erdogan und dessen Sohn Bilal belastet. Die eingeleiteten Korruptionsermittlungen wurden inzwischen ohne Ergebnis eingestellt. Die Schmiergelder seien verschwunden, laut Uzan sollen sie zum Teil in Italien gelandet sein.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro