Geldsegen für Kirch-Gläubiger nach Vergleich mit Deutscher Bank

München/Frankfurt - Die Einigung der Deutschen Bank mit den Erben des Kirch-Konzerns rechnet sich jetzt auch für die Gläubiger des untergegangenen Medienhauses. Insolvenzverwalter Michael Jaffe schüttet an sie weitere 250 Mio. Euro aus, wie er am Montag mitteilte. Zusätzliche Zahlungen seien bereits in Kürze zu erwarten.

Die Deutsche Bank hatte sich vor knapp einem Jahr nach jahrelangem Rechtsstreit bereit erklärt, den Kirch-Erben 925 Mio. Euro zu zahlen. Der frühere Bankvorstandschef Rolf Breuer hatte in einem Interview Zweifel an der Kreditwürdigkeit des wankenden Kirch-Konzerns geschürt - und damit nach Lesart der Kläger dessen Pleite 2002 unausweichlich gemacht.

Die Gläubiger der rund 1.500 unbesicherten Insolvenzforderungen bekommen mit der aktuellen, achten Zahlung 26 Prozent ihres ausstehenden Geldes zurück. Gläubigerkreisen zufolge könnte diese Quote noch auf gut 35 Prozent steigen und eines der aufwendigsten Insolvenzverfahren in absehbarer Zeit zu Ende gehen. Insgesamt zahlte Jaffe an alle Gläubiger bisher über zwei Mrd. Euro aus, vorwiegend aus der Verwertung von Kirchs riesiger Filmrechte-Bibliothek sowie dem Verkauf des einstigen Kerngeschäfts und der Beteiligungen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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