Geldschwemme wirkt: EZB erwartet nun doch Mini-Inflation für 2015

Europas Währungshüter erwarten nun doch einen leichten Anstieg der Verbraucherpreise in diesem Jahr. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Inflationsprognose für 2015 von zuletzt 0,0 Prozent auf 0,3 Prozent angehoben. EZB-Präsident Mario Draghi führte dies am Mittwoch in Frankfurt vor allem auf die lockere Geldpolitik und die allmähliche Erholung der Energiepreise zurück.

In den beiden Folgejahren dürfte sich die Geldschwemme durch das billionenschwere Programm zum Kauf von Staatsanleihen nach der Vorhersage noch stärker auf den Preisauftrieb auswirken. Demnach steigen die Verbraucherpreise 2016 um 1,5 (bisher ebenfalls 1,5) Prozent. Für 2017 sagen die Notenbanker wie schon im März eine Inflationsrate von 1,8 Prozent voraus. Die EZB strebt mittelfristig eine Teuerungsrate von knapp unter 2 Prozent an.

Im Mai sind die Verbraucherpreise im Euroraum zum ersten Mal in diesem Jahr wieder leicht um 0,3 Prozent auf Jahressicht gestiegen. Noch im Jänner hatte ein Minus von 0,6 Prozent Sorgen vor einer Deflation - also einem Preisverfall auf breiter Front - geschürt.

Gleichzeitig haben die Notenbank-Experten ihren Konjunkturoptimismus weitgehend beibehalten. Für das laufende Jahr erwarten sie nach wie vor 1,5 Prozent Wachstum im Euroraum. Die Prognose für 2016 bleibt bei 1,9 Prozent. Für 2017 sagen die Notenbanker ein leicht nach unten korrigiertes BIP-Wachstum von 2,0 (bisher: 2,1) Prozent voraus.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

Newsticker

Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

Newsticker

Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

Newsticker

Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London