Geldschleusen könnten laut EZB-Vize noch lange weit offen bleiben

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Geldpolitik im Euroraum könnte nach Einschätzung von EZB-Vizepräsident Vitor Constancio noch lange sehr locker bleiben. Die EZB habe sich zwar mit der Halbierung der monatlichen Anleihenkäufe auf ein neues wirtschaftliches Umfeld und eine kommende höhere Inflation eingestellt, sagte Constancio der italienischen Zeitung "La Repubblica" (Mittwochausgabe).

"Das bedeutet aber nicht, dass die Geldpolitik nicht für lange Zeit sehr konjunkturstützend bleiben wird," fügte er hinzu. Die Währungshüter erwerben wegen des sich festigenden Aufschwungs im Euroraum von diesem Jänner an monatlich nur noch für 30 Mrd. Euro Staatsanleihen und andere Wertpapiere. Die Monate zuvor waren es noch 60 Milliarden gewesen.

Der EZB-Vize äußerte sich auch zum jüngsten Kursanstieg des Euro. Zwar verfolge die Europäische Zentralbank (EZB) kein Wechselkursziel. "Aber ich bin besorgt über plötzliche Bewegungen, die keine Veränderungen in den Fundamentaldaten widerspiegeln", sagte Constancio. Der Euro legte allein seit Jahresstart rund vier Cent auf einen Kurs von inzwischen 1,22 Dollar zu. Ein starker Euro verbilligt unter anderem die Importe und dämpft dadurch die Inflationsentwicklung.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker