Geldschleusen könnten laut EZB-Vize noch lange weit offen bleiben

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Geldpolitik im Euroraum könnte nach Einschätzung von EZB-Vizepräsident Vitor Constancio noch lange sehr locker bleiben. Die EZB habe sich zwar mit der Halbierung der monatlichen Anleihenkäufe auf ein neues wirtschaftliches Umfeld und eine kommende höhere Inflation eingestellt, sagte Constancio der italienischen Zeitung "La Repubblica" (Mittwochausgabe).

"Das bedeutet aber nicht, dass die Geldpolitik nicht für lange Zeit sehr konjunkturstützend bleiben wird," fügte er hinzu. Die Währungshüter erwerben wegen des sich festigenden Aufschwungs im Euroraum von diesem Jänner an monatlich nur noch für 30 Mrd. Euro Staatsanleihen und andere Wertpapiere. Die Monate zuvor waren es noch 60 Milliarden gewesen.

Der EZB-Vize äußerte sich auch zum jüngsten Kursanstieg des Euro. Zwar verfolge die Europäische Zentralbank (EZB) kein Wechselkursziel. "Aber ich bin besorgt über plötzliche Bewegungen, die keine Veränderungen in den Fundamentaldaten widerspiegeln", sagte Constancio. Der Euro legte allein seit Jahresstart rund vier Cent auf einen Kurs von inzwischen 1,22 Dollar zu. Ein starker Euro verbilligt unter anderem die Importe und dämpft dadurch die Inflationsentwicklung.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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