Gefahr eines Handelskriegs trübt Konjunkturoptimismus von Anlegern

Berlin (APA/Reuters) - Börsianer bewerten die Konjunktur in der Eurozone wegen der Gefahr eines Handelskriegs so schlecht wie seit über einem Jahr nicht mehr. Das entsprechende Barometer fiel im Mai um 0,4 auf 19,2 Punkte, wie die Investment-Beratungsfirma Sentix am Montag zu ihrer Umfrage unter knapp 1.000 Investoren mitteilte.

Das ist bereits der vierte Rückgang in Folge, durch den das Barometer auf den niedrigsten Stand seit Februar 2017 abrutschte. "Die Konjunktur in der Eurozone kühlt sich also ab, aber eine Rezessionsgefahr besteht noch nicht", sagte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. Die Konjunkturaussichten werden so schlecht bewertet wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr, die Lage so negativ wie seit gut einem halben Jahr nicht mehr.

Die Unsicherheit über die Einführung von US-Strafzöllen dämpfe, zumal sich daraus eine Ausweitung protektionistischer Maßnahmen ergeben könne. "Ebenso belastend wirkt sich auch der feste Euro aus", sagte Hübner. Dadurch verschlechtere sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Exporteure, da ihre Waren dadurch in anderen Währungsgebieten teurer werden.

Auch für Europas größte Volkswirtschaft Deutschland trübt sich die Stimmung der Investoren ein. Hier fiel das Barometer um 0,9 auf 23,5 Zähler und damit auf den niedrigsten Wert seit September 2016. "Die Konjunktur in Deutschland boomt, und dennoch scheint der Zenit inzwischen klar durchschritten", sagte Hübner.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte