Gazprom - Lawrow kritisiert EU-Kartellverfahren

Brüssel/Moskau - Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Vorwürfe der EU gegen den Energieriesen Gazprom wegen illegaler Geschäftspraktiken kritisiert. Das Kartellverfahren sei ein Verstoß gegen das Partnerschaftsabkommen zwischen Moskau und Brüssel von 1999, behauptete er in einem Radio-Interview am Mittwoch. ÖVP-EU-Parlamentarier Othmar Karas begrüßte indes die Untersuchung der Gazprom-Geschäftspraktiken.

Lawrow sagte, die Gazprom habe alle Verträge mit europäischen Partnern nach geltendem EU-Recht erfüllt. Die EU-Kommission wirft dem russischen Staatsmonopolisten vor, seine dominierende Stellung auf mittel- und osteuropäischen Gasmärkten ausgenutzt und dort die Preise in die Höhe getrieben zu haben. Dem Konzern droht deswegen eine Milliardenstrafe.

Der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament Karas meinte in einer Aussendung, dass "Wettbewerbskommissarin Vestager recht hat, wenn sie die Geschäftspraktiken von Gazprom untersuchen lässt. Wenn Gazprom den ost- und mitteleuropäischen EU-Ländern vorschreibt, dass sie kein Gas untereinander weitergeben dürfen, dann verhindert Gazprom freien Handel, behindert den Binnenmarkt, versucht die EU-Länder gegeneinander auszuspielen und verstößt gegen Wettbewerbsregeln." Die EU-Regeln würden auch für amerikanische, chinesische oder russische Unternehmen in der Union gelten.

Mannheim (APA/Reuters) - Das Debakel beim angeschlagenen deutschen Industriedienstleister Bilfinger hat ein Nachspiel für den früheren Vorstandschef und hessischen Ex-Ministerpräsidenten Roland Koch. Der Mannheimer Industriedienstleister, unter Kochs Führung vor rund fünf Jahren in die Krise gestürzt, wolle nach einem Beschluss des Aufsichtsrats von allen Vorständen der Jahre 2006 bis 2015 Schadenersatz einfordern.
 

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Bilfinger zieht Ex-Vorstandschef Koch zur Rechenschaft

München (APA/AFP) - Hardware-Nachrüstungen von Dieselautos sind nach Einschätzung des ADAC möglich und "hochwirksam". Wie der Autoklub am Dienstag mitteilte, lässt sich nach neuen Messungen innerorts bei günstigen Fahr- und Temperaturbedingungen eine Reduktion der Stickoxid-Emissionen um bis zu 70 Prozent an diesen Fahrzeugen erreichen. Außerorts sind es demnach sogar bis zu 90 Prozent.
 

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ADAC: Hardware-Nachrüstungen von Dieselautos möglich und hochwirksam

Schweizer Skimode-Label Zimtstern schwingt von der Piste ab

Wirtschaft

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