Gazprom - Lawrow kritisiert EU-Kartellverfahren

Brüssel/Moskau - Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Vorwürfe der EU gegen den Energieriesen Gazprom wegen illegaler Geschäftspraktiken kritisiert. Das Kartellverfahren sei ein Verstoß gegen das Partnerschaftsabkommen zwischen Moskau und Brüssel von 1999, behauptete er in einem Radio-Interview am Mittwoch. ÖVP-EU-Parlamentarier Othmar Karas begrüßte indes die Untersuchung der Gazprom-Geschäftspraktiken.

Lawrow sagte, die Gazprom habe alle Verträge mit europäischen Partnern nach geltendem EU-Recht erfüllt. Die EU-Kommission wirft dem russischen Staatsmonopolisten vor, seine dominierende Stellung auf mittel- und osteuropäischen Gasmärkten ausgenutzt und dort die Preise in die Höhe getrieben zu haben. Dem Konzern droht deswegen eine Milliardenstrafe.

Der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament Karas meinte in einer Aussendung, dass "Wettbewerbskommissarin Vestager recht hat, wenn sie die Geschäftspraktiken von Gazprom untersuchen lässt. Wenn Gazprom den ost- und mitteleuropäischen EU-Ländern vorschreibt, dass sie kein Gas untereinander weitergeben dürfen, dann verhindert Gazprom freien Handel, behindert den Binnenmarkt, versucht die EU-Länder gegeneinander auszuspielen und verstößt gegen Wettbewerbsregeln." Die EU-Regeln würden auch für amerikanische, chinesische oder russische Unternehmen in der Union gelten.

Essen/Düsseldorf (APA/AFP) - Der deutsche Energiekonzern E.ON will den Verkauf von Elektroautos des schwedischen Herstellers Uniti ankurbeln. Wie E.ON am Montag mitteilte, sollen Käufer des Kleinwagens Uniti One in Schweden fünf Jahre lang kostenlosen Solarstrom für eine Fahrleistung von bis zu 60.000 Kilometern geliefert bekommen.
 

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E.ON will E-Auto-Käufern in Schweden fünf Jahre Ladestrom schenken

Rom/Wals (APA) - Die Drogeriemarktkette dm feiert ihr Debüt in Italien. Im neueingeweihten Einkaufszentrum CityLife Shopping District in Mailand wurde Italiens erster dm-Store eingeweiht, berichtete Benjamin Schneider, Marketingchef für Italien im Interview mit dem Online-Fachmagazin "Distribuzione Moderna".
 

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dm mit Italien-Debüt: Shop in Mailand eingeweiht

Berlin (APA/AFP) - Mit der Mietpreisbremse wird sich das deutsche Bundesverfassungsgericht beschäftigen. Das Berliner Landgericht halte die gesetzliche Vorschrift für verfassungswidrig und habe beschlossen, den Fall den Karlsruher Richtern vorzulegen, teilte die Justiz am Montag mit. In Deutschland kann nur das Bundesverfassungsgericht eine gesetzliche Regelung für verfassungswidrig erklären.
 

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Berliner Gericht ruft Bundesverfassungsgericht zu Mietpreisbremse an