Gazprom - Lawrow kritisiert EU-Kartellverfahren

Brüssel/Moskau - Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Vorwürfe der EU gegen den Energieriesen Gazprom wegen illegaler Geschäftspraktiken kritisiert. Das Kartellverfahren sei ein Verstoß gegen das Partnerschaftsabkommen zwischen Moskau und Brüssel von 1999, behauptete er in einem Radio-Interview am Mittwoch. ÖVP-EU-Parlamentarier Othmar Karas begrüßte indes die Untersuchung der Gazprom-Geschäftspraktiken.

Lawrow sagte, die Gazprom habe alle Verträge mit europäischen Partnern nach geltendem EU-Recht erfüllt. Die EU-Kommission wirft dem russischen Staatsmonopolisten vor, seine dominierende Stellung auf mittel- und osteuropäischen Gasmärkten ausgenutzt und dort die Preise in die Höhe getrieben zu haben. Dem Konzern droht deswegen eine Milliardenstrafe.

Der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament Karas meinte in einer Aussendung, dass "Wettbewerbskommissarin Vestager recht hat, wenn sie die Geschäftspraktiken von Gazprom untersuchen lässt. Wenn Gazprom den ost- und mitteleuropäischen EU-Ländern vorschreibt, dass sie kein Gas untereinander weitergeben dürfen, dann verhindert Gazprom freien Handel, behindert den Binnenmarkt, versucht die EU-Länder gegeneinander auszuspielen und verstößt gegen Wettbewerbsregeln." Die EU-Regeln würden auch für amerikanische, chinesische oder russische Unternehmen in der Union gelten.

Wien (APA) - Die börsennotierte CA Immo bringt eine neue Unternehmensanleihe auf den Markt. Die Schuldverschreibung hat ein Volumen von 150 Mio. Euro und eine Laufzeit von 7,5 Jahren. Der fixe Kupon beträgt 1,875 Prozent, die Anleihe ist zu je 1.000 Euro gestückelt und kann von Privatanlegern vom 20. bis 25. September gezeichnet werden - vorbehaltlich eines früheren Zeichnungsschlusses, teilte die CA Immo mit.
 

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CA Immo begibt neue 150 Mio. Euro Anleihe - Laufzeit 7,5 Jahre

Washington/Peking (APA/AFP) - Der Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter: Als Antwort auf die von US-Präsident Donald Trump geplanten neuen Strafzölle hat Peking am Dienstag Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. US-Importe im Gesamtwert von 60 Milliarden Dollar (51,41 Mrd. Euro) sollen mit Strafzöllen belegt werden, wie die Führung in Peking erklärte.
 

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Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter

Eisenach/Rüsselsheim (APA/dpa) - Wegen schwacher Nachfrage plant der Autobauer Opel in seinem Eisenacher Werk für den Oktober in größerem Umfang Kurzarbeit. Nach Informationen der Mainzer Verlagsgruppe VRM werden die Beschäftigten beider Schichten in dem Monat nur an 8 von 21 Arbeitstagen an den Bändern benötigt. An 13 Werktagen herrsche Kurzarbeit, wie die Zeitungen in ihren Mittwoch-Ausgaben berichten.
 

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Opel plant Kurzarbeit im Werk Eisenach