Gazprom warnt EU vor Blockade von Gas-Leitungsprojekt über Türkei

Russland hat die EU vor Widerstand gegen seine Pläne zur Umgehung der Ukraine beim Gas-Export gewarnt. Der Vertrag mit der Ukraine zur Gas-Durchleitung nach Europa werde 2019 auslaufen, betonte Energieminister Alexander Nowak am Montag in Berlin.

Russland will stattdessen direkte Leitungen nach Westen vorantreiben. Dazu gehört die Pipeline Turkish Stream, die über das Schwarze Meer und die Türkei in die EU führen soll. Griechenland war eine Beteiligung angeboten worden, was wiederum in der EU Bedenken auslöstet. Der staatlich kontrollierte Konzern Gazprom verwies auf die Bedeutung des Projekts: "Falls jemand über eine Blockade von Turkish Stream nachdenken sollte, dann ist das ein ernster Fehler", sagte Gazprom-Chef Alexei Miller. Die Gasmengen könnten in andere Regionen geliefert werden, man könne aber auch den Export drosseln.

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Miller forderte daher die EU auf, sich klar zum russischen Gas bekennen. "Wir hören keine Aussage, dass Europa sich auf russisches Gas verlässt", beklagte Miller. "Wir tragen derzeit das volle Risiko, wenn wir neue Kapazitäten erschließen." 2014 habe sein Unternehmen rund ein Drittel weniger Gas gefördert als möglich gewesen wäre. Die Preise für den Brennstoff würden Ende dieses Jahres voraussichtlich steigen, da sie an den Ölpreis gekoppelt seien und auch dieser anziehen werde, sagte Miller voraus.

Die EU versucht sich vor dem Hintergrund des russischen Vorgehens in der Ukraine zunehmend unabhängiger von sibirischem Gas zu machen und sucht nach neuen Versorgungswegen. Außerdem baut sie das Gasnetz untereinander stark aus, um sich notfalls besser gegenseitig helfen zu können.

Aus Russland kommt derzeit noch ein Drittel des Verbrauchs der EU. Davon wiederum fließt etwa die Hälfte derzeit noch durch die Ukraine.

Jena (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Euro-Finanzminister eine Absage erteilt. Bei einem Bürgerdialog am Dienstag in Jena plädierte die Kanzlerin zudem dafür, den geplanten Eurozonen-Haushalt als Teil des EU-Haushalts zu schaffen und nicht als eigenständiges Etat für die 19 Länder der Währungsunion. Einem Euro-Finanzminister fehlten zwei entscheidende Dinge, sagte Merkel.
 

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Merkel lehnt Euro-Finanzminister ab

Jena (APA/Reuters) - Die beschlossene PKW-Maut soll nach Angaben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden. "Jetzt ist das wieder auf der Tagesordnung", sagte Merkel am Dienstag auf einem Bürgerdialog in Jena. "Das soll noch in dieser Legislaturperiode kommen." Das Gesetz sei beschlossen, momentan liefen die Ausschreibungsverfahren, wer die Pkw-Maut eintreiben solle.
 

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Merkel: Pkw-Maut soll bis 2021 umgesetzt werden

Regensburg/Wien/Donauraum (APA/dpa/) - Der Sommer sorgt für einen Negativrekord in Deutschland: Noch nie zuvor wurde ein so niedriger Wasserstand auf der Donau gemessen wie am Wochenende. Deshalb konnten keine Schiffe mehr auf dem bayrischen Abschnitt zwischen Straubing und Deggendorf fahren. Anders ist die Situation in Österreich: "Schifffahrt frei" vermeldet DoRIS, das Donau River Information System auf seiner Online-Präsenz.
 

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Deutsche Donauschifffahrt steht still - Österreich ohne Sperren