Gang an deutsch-chinesische Börse soll Haier bis 450 Mio Euro bringen

Frankfurt am Main (APA/Reuters) - Der chinesische Haushaltsgeräte-Hersteller Haier will bei seinem Börsengang in Frankfurt bis zu etwa 450 Millionen Euro einsammeln. Ab Montag bis zum 18. Oktober können Anleger die sogenannten D-Aktien zu einem Preis zwischen einem und 1,50 Euro zeichnen, wie Haier am Freitag mitteilte. Angeboten werden inklusive Platzierungsreserve bis zu 304,75 Millionen neue Aktien.

Haier ist das erste Unternehmen, das rund drei Jahre nach der Gründung der deutsch-chinesischen Börsenplattform Ceinex in Frankfurt ein Zweitlisting anstrebt. Bislang ist die Haier-Aktie nur in Shanghai notiert.

Qingdao Haier ist mit seinen Waschmaschinen und Kühlschränken auch in Europa ein Begriff. Die Chinesen sind seit Jahren Weltmarktführer und hatten 2017 bei sogenannter "weißer Ware" einen Marktanteil von 13,3 Prozent. Im ersten Halbjahr erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von umgerechnet 11,2 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 745 Millionen Euro. Mit den Erlösen aus dem Börsengang will Haier die Produktionskapazitäten ausbauen und die jüngst angekündigte 475 Millionen Euro schwere Übernahme des italienischen Haushaltsgeräte-Herstellers Candy finanzieren. Zudem will Haier mehr Geld ins Marketing stecken.

Dass Unternehmen der Volksrepublik auch außerhalb Chinas gelistet sind, hat Tradition. Das Land will damit Ausländern ermöglichen, in seine Firmen zu investieren. Sie haben zumeist keinen Zugang zu den "A-Aktien", die an den Börsen in Shanghai oder Shenzhen notiert sind. Daher gibt es "H-Aktien" in der Sonderwirtschaftszone Hongkong, "S-Aktien" in Singapur und "N-Aktien" in New York. Nun sollen "D-Aktien" hinzukommen.

An der Ceinex halten die Deutsche Börse und die größte chinesische Börse Shanghai Stock Exchange (SSE) jeweils 40 Prozent. Die übrigen Anteile liegen bei der China Financial Futures Exchange. Federführend begleitet wird der Haier-Börsengang von der Deutschen Bank.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte