Fußball-Verband Fifa schließt Sponsoring-Vertrag mit Wanda ab

Der Fußball-Weltverband (FIFA) hat im Zuge seiner finanziellen Krise einen wichtigen Sponsorenvertrag abgeschlossen. Die chinesische Wanda-Gruppe werde neuer Partner, teilte die FIFA nach der Sitzung des Exekutivkomitees am Freitag in Zürich mit. Es ist das erste chinesische Unternehmen in der höchsten Werbekategorie der FIFA, die Zusammenarbeit mit dem Konglomerat läuft bis zur WM 2030.

Am Donnerstag hatte die FIFA das erste Mal seit 13 Jahren wieder einen Verlust verkündet: Im Geschäftsjahr fuhr der skandalumwitterte Weltverband ein Minus von fast 110 Millionen Euro ein, der Ausblick auf den Vierjahreszyklus bis 2018 ist aber weiter positiv.

Im vergangenen August kaufte Wanda für 650 Millionen US-Dollar die Marke Ironman und die World Triathlon Corporation. Im Jänner stieg der Konzern, dem auch die Kinokette AMC in den USA gehört, für 45 Millionen Euro mit 20 Prozent beim spanischen Fußballclub Atletico Madrid ein. Nur einen Monat später kaufte Wanda für gut eine Milliarde Euro den Sportvermarkter Infront im Schweizer Zug.

Statt der üblichen sechs bis acht exklusiven Partner hatte die in der größten Krise ihrer Geschichte steckende FIFA mit Adidas, Coca-Cola, Gazprom, Hyundai/Kia und VISA zuletzt nur fünf Premium-Sponsoren unter Vertrag - die meisten, wie Adidas (2030) oder Coca-Cola (2022), allerdings mit langfristigen Verträgen. Diese zahlten 2015 zusammen 180 Millionen US-Dollar.

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