Fußball: Millionen-Zahlung an Platini laut FIFA-Prüfern ein Verstoß

Zürich - Die Millionen-Zahlung des suspendierten FIFA-Präsidenten Sepp Blatter an den derzeit ebenfalls kaltgestellten UEFA-Chef Michel Platini ist nach Einschätzung der Rechnungsprüfer des Fußball-Weltverbandes ein Verstoß. Das sagte Domenico Scala, Vorsitzender des FIFA-Ausschusses für Rechnungsprüfung und gute Unternehmensführung, am Dienstag der Nachrichtenagentur AP.

Es handele sich um "einen klassischen Interessenskonflikt", dass Blatter 2011 die Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken (heute 1,8 Millionen Euro) gebilligt habe, ohne dass es einen schriftlichen Vertrag gegeben habe. Nach Einschätzung Scalas könnte sich Blatter deshalb der Kontenfälschung schuldig gemacht haben.

Platini bestreitet Unregelmäßigkeiten und erklärte wiederholt, das Geld stehe ihm als Berater Blatters zwischen 1998 und 2002 rechtmäßig zu. Mündliche Verträge würden nach Schweizer Recht wie schriftliche gelten, betonte der Franzose. Die FIFA-Ethikkommission hatte Blatter und Platini für jeweils 90 Tage gesperrt. Konkrete Gründe für die Sanktionen nannte das Gremium nicht.

Für Scala liegt das Problem darin, dass die Zahlung nicht in den Büchern aufgetaucht sei. "Wenn das wahr ist, was sie sagen, dass sie einen mündlichen Vertrag hatten, die Zahlung zu schieben, dann hätte die Zahlung 2002 und in den folgenden Jahren in den Büchern auftauchen müssen", sagte Scala. "Das ist sie nicht." Erfolgt ist sie erst 2011.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"