Fuhrpark-Ausschreibung des Bundes ruft Opposition auf den Plan

Wien (APA) - Die Bundesbeschaffung GmbH (BBG) sucht nach Bietern für ihr Fuhrparkmanagement, in dem rund 7.000 Fahrzeuge für über 2.200 Gebietskörperschaften verwaltet werden. Es geht um Autos für Polizei oder Energieversorger, nicht aber um Regierungsfahrzeuge, und die bis 6. September laufende Bietererkundung sei ein "Routineprozess", wie die BBG am Samstag erklärte. Die Opposition sah das anders.

Auslöser für das Misstrauen war wohl ein Bericht der Gratiszeitung "heute" vom Freitag, der unter dem Titel "Neuer Fuhrpark der Republik kostet 1 Milliarde" firmierte. Der Bund schreibe den Auftrag für neue Staatskarossen aus, hieß es darin. Der geschätzte Gesamtwert inklusive Mehrwertsteuer betrage 992 Mio. Euro. Akzeptiert würden nur Bewerbungen auf Deutsch. Die Zahl der Bewerber, die Angebote abgeben können, sei auf fünf beschränkt.

Die SPÖ reagierte am Samstag entsprechend. Der Auftrag zeige die "lebensfremde Schwerpunktsetzung der Regierung", so Bundesgeschäftsführer Max Lercher in einer Aussendung: "7er BMWs für schwarz-blaue Funktionäre, aber gleichzeitig nur Patschentaxi plus 12 Stunden am Bau und 150 Euro im Monat für die Österreicher, das würde die SPÖ in der Regierung niemals zulassen."

Auch die Liste Pilz reagierte irritiert und brachte eine schriftliche Anfrage an Bundeskanzler Sebastian Kurz ein. Für Klubobmann Wolfgang Zinggl ist etwa fragwürdig, warum dieser "enorme Ankauf" mit einer lediglich dreiwöchigen Anbotslegung begrenzt wurde und warum es eine Einschränkung auf deutschsprachige Angebote gibt.

Am Samstagnachmittag reagierte dann die BBG per Aussendung. In dem rund alle zehn Jahre stattfindenden Routineprozess gehe um einen Maximalrahmen von 826 Mio. Euro, das Volumen der Bietererkundung sei damit im Vergleich zu 2008 gesenkt worden. Damals standen maximal 864 Mio. Euro zur Verfügung, ausgeschöpft wurden allerdings nur 323 Mio. Euro, so die BBG. Keineswegs gehe es dabei um die Minister-Dienstautos, sondern um Verwaltungsfahrzeuge im weitesten Sinn, so ein Sprecher auf Nachfrage der APA.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte