Frühere Air-France-Mitarbeiter nach Angriff auf Manager verurteilt

Paris (APA/AFP) - Mehrere Jahre nach einem aufsehenerregenden Angriff auf Konzernverantwortliche von Air France sind ehemalige Mitarbeiter der Fluggesellschaft zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. In drei Fällen bestätigte das Pariser Berufungsgericht mit drei- bis viermonatigen Strafen am Donnerstag ein Urteil aus dem Jahr 2016.

Ein früherer Air-France-Mitarbeiter war allerdings damals freigesprochen worden und wurde nun ebenfalls zur mehreren Monaten auf Bewährung verurteilt.

Die Bilder von fliehenden Air-France-Managern in zerrissenen Hemden waren im Oktober 2015 um die Welt gegangen: Bei Protesten gegen einen Sparplan des Unternehmens hatten rund hundert Mitarbeiter ein Treffen von Betriebsrat und Konzernführung gestürmt. Dabei wurden zwei hochrangige Manager heftig angegangen. Die beiden Männer mussten sich mit zerrissenen Hemden über einen Zaun retten.

In dem darauffolgenden Verfahren vor einem Strafgericht waren zwei Angeklagte zunächst vom Vorwurf der Gewaltanwendung freigesprochen worden. Nachdem die Staatsanwaltschaft Berufung einlegte, wurde einer der beiden jetzt zu drei Monaten auf Bewährung verurteilt. Geldstrafen von jeweils 500 Euro gegen acht weitere Angeklagte bestätigte das Berufungsgericht.

Die Anwältin der Verurteilten beklagte eine "politische Entscheidung". "Die Wahrheit hat das Gericht zu keinem Zeitpunkt interessiert", kritisierte Lilia Mhissen. Air France zeigte sich zufrieden über das Urteil.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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