Arabischer Frühling: Friedensnobelpreis geht an Tunesier

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an das tunesische nationale Dialogquartett. Es wird für seinen "entscheidenden Beitrag zur Schaffung einer pluralistischen Demokratie in Tunesien" während der Revolution des Arabischen Frühlings 2011 ausgezeichnet, heißt es vom Nobelpreis-Komitee.

Das Quartett besteht aus vier Organisationen der Zivilgesellschaft: dem tunesischen Gewerkschaftsverband (UGTT), dem Arbeitgeberverband (UTICA), der Menschenrechtsliga (LTDH) und der Anwaltskammer. Der Friedensnobelpreis werde für die Bemühungen um eine pluralistische Demokratie in dem nordafrikanischen Land im Zuge des Arabischen Revolution vergeben, hieß es in der Begründung.

Friedensnobelpreis als Zeichen für den Nahen Osten

Das Nobel-Komitee äußerte seine Hoffnung, dass der Nobelpreis Tunesiens Weg zur Demokratie sichern werde. Der Preis solle aber auch "Ansporn für alle sein, die Frieden und Demokratie im Nahen Osten, Nordafrika und im Rest der Welt voranbringen wollen".

Verliehen wird der mit acht Millionen schwedischen Kronen (etwa 850.000 Euro) dotierte Friedensnobelpreis am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel, in Oslo. Im vergangenen Jahr hatten sich die Kinderrechtsaktivisten Malala Yousafzai aus Pakistan und Kailash Satyarthi aus Indien den Nobelpreis geteilt.

Die Gewinner des Friedensnobelpreis seit 1978
Name Jahr
Kailash Satyarthi 2014
Malala Yousafzai 2014
Organisation für das Verbot chemischer Waffen 2013
Europäische Union 2012
Tawakkol Karman 2011
Ellen Johnson Sirleaf 2011
Leymah Gbowee 2011
Liu Xiaobo 2010
Barack Obama 2009
Martti Ahtisaari 2008
Intergovernmental Panel on Climate Change 2007
Al Gore 2007
Muhammad Yunus 2006
Grameen Bank 2006
Internationale Atomenergie-Organisation 2005
Mohammed el-Baradei 2005
Wangari Maathai 2004
Shirin Ebadi 2003
Jimmy Carter 2002
Vereinte Nationen 2001
Kofi Annan 2001
Kim Dae-jung 2000
Ärzte ohne Grenzen 1999
John Hume 1998
David Trimble 1998
Jody Williams 1997
International Campaign to Ban Landmines 1997
José Ramos-Horta 1996
Carlos Filipe Ximenes Belo 1996
Józef Rotblat 1995
Pugwash Conferences on Science and World Affairs 1995
Jassir Arafat 1994
Schimon Peres 1994
Jitzchak Rabin 1994
Frederik Willem de Klerk 1993
Nelson Mandela 1993
Rigoberta Menchú 1992
Aung San Suu Kyi 1991
Michail Sergejewitsch Gorbatschow 1990
Tenzin Gyatso 1989
Óscar Arias Sánchez 1987
Elie Wiesel 1986
IPPNW 1985
Desmond Tutu 1984
Lech Wałęsa 1983
Alva Myrdal 1982
Alfonso García Robles 1982
Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen 1981
Adolfo Pérez Esquivel 1980
Mutter Teresa 1979
Menachem Begin 1978
Name Jahr
Interview

Wirtschaft

Handel: "Online und offline gehören untrennbar zusammen"

Wien/Linz (APA) - Die Befragung von Ex-Immofinanz-Mitarbeiter Christian Thornton am Donnerstag ist von Richterin Marion Hohenecker erneut sehr detailreich geführt worden. Penibel ging sie Unterlagen und bisherige Einvernahmen von Thornton durch. Thornton hatte damals gesagt, er gehe von einer "kleineren Gruppe" hinter dem Buwog-Provisionsempfänger Peter Hochegger aus. Wer genau dabei gewesen sei wisse er nicht.
 

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Grasser-Prozess - Thornton: "Kleinere Gruppe" hinter Hochegger

Bern (APA/sda) - Schweizer Schokolade gewinnt im Ausland weiter an Beliebtheit: Im vergangenen Jahr wurden 127.923 Tonnen Schokolade exportiert, das sind 4,8 Prozent mehr als 2016.
 

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Mehr Schweizer Schokolade ins Ausland verkauft