Friedensnobelpreis - Deutsche Regierung: Ausgezeichnete Entscheidung

Berlin/Oslo - Die deutsche Regierung von Kanzlerin Angela Merkel hat die Vergabe des Friedensnobelpreises an das tunesische Dialog-Quartett am Freitag als ausgezeichnete Entscheidung gelobt. Merkel war selbst in den vergangenen Tagen als Favoritin für die renommierte Auszeichnung gehandelt worden.

Auf die Frage, ob Merkel erleichtert sei, dass sie entgegen mancher Spekulationen den Preis nicht bekommen hat, sagte der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin: "Sie hören Freude über eine sehr gute Entscheidung und großen Respekt vor der Preisträgern." Die Spekulationen seien im übrigen ausschließlich von den Medien betrieben worden und nicht von der deutschen Bundesregierung. Seibert beantwortete die Frage nicht, wo und wie Merkel von der Entscheidung erfahren habe. "Ich gebe hier kein Bewegungsprofil der Bundeskanzlerin. Grundsätzlich nicht", sagte er.

"Die Bundesregierung gratuliert den Mitgliedern des nationalen tunesischen Dialogquartetts herzlich", so Seibert. "Es ist der verdiente Lohn für eine Arbeit an der Demokratie, für ein Festhalten an der Idee, dass ein Volk, das eine Diktatur abgeschüttelt hat, etwas besseres verdient als eine neue Diktatur." Das Quartett habe der tunesischen Bevölkerung und der Welt Hoffnung gegeben, dass Demokratie und Rechtstaatlichkeit auch unter schwierigen Bedingungen möglich seien. Terroristen versuchten, diesen Weg zu verhindern. Deutschland stehe an der Seite Tunesiens sowohl beim Aufbau der Demokratie als auch bei der Abwehr seiner Feinde.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London