Friaul fordert Verhandlungstisch für Ex-Hypo-Tochter

Udine - Nach Berichten über bevorstehende Kündigungen bei der einstigen Hypo-Alpe-Adria-Tochter (HBI) in Udine hat die Präsidentin der norditalienischen Region Friaul Julisch Venetien, Debora Serracchini, die Regierung in Rom zur Einberufung eines runden Tischs mit den Gewerkschaften und dem Management der Bank aufgefordert. Dabei sollte die Zukunft der Mitarbeiter des Geldhauses geklärt werden.

"Es besteht dringende Notwendigkeit, dass die Regierung einen runden Tisch zu Lage der HBI einberuft, da das Geldhaus in einer offenen Krise steckt", heißt es in einem Schreiben Serracchianis an die italienische Vize-Industrieministerin Teresa Bellanova.

Serracchiani bemängelte, dass in den letzten Monaten zahlreiche Versuche zur Abwendung der Auflösung der Bank unternommen worden seien. Die Präsidentin Friauls kritisierte, dass das österreichische Management jede Alternative zur Auflösung des in Udine beheimateten Geldhauses pauschal abgelehnt habe. Wegen der Pläne zur Auflösung der Bank stünden 300 Jobs in 26 norditalienischen Filialen der Bank auf dem Spiel.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder