"Fregatten-Affäre": 900 Millionen Schweizer Franken bleiben blockiert

Bellinzona (APA/sda) - Gelder in Höhe von 900 Millionen Schweizer Franken (727,21 Mio. Euro), die in Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre um den Verkauf französischer Kriegsschiffe nach Taiwan stehen, bleiben auf Schweizer Bankkonten blockiert. Das bestätigte das Schweizer Bundesstrafgericht am Mittwoch.

Ein Teil dieser Gelder ist bereits im Jahr 2001 von den Schweizer Justizbehörden blockiert worden. Dabei geht es um mutmaßliche Schmiergelder, die beim Verkauf der sechs französischen Fregatten nach Taiwan flossen, obwohl im Vertrag zwischen Taiwan und dem französischen Lieferanten Thomson-CSF (später Thales) aus dem Jahr 1991 der Einbezug von Mittelsmännern ausgeschlossen wurde.

Gegen den aktuellen Entscheid des Bundesstrafgerichts kann beim Schweizer Bundesgericht Rekurs eingelegt werden. Wird das Urteil rechtskräftig, könnte dies den Weg ebnen, die Millionengelder zu einem späteren Zeitpunkt an die taiwanesische Regierung zurückzugeben.

Die "Fregatten-Affäre" gilt als einer der größten Korruptionsskandale in der französischen Geschichte. Die sechs Fregatten kosteten 2,5 Milliarden Dollar, davon sollen Hunderte Millionen als Schmiergeld zurückgeflossen sein. Die Schweiz hatte im Verlauf der Ermittlungen verschiedene Konten gesperrt.

2006 hatten Taiwans Behörden die Schweiz ersucht, die im Rahmen eines Straf- und Rechtshilfeverfahren blockierten Vermögenswerte herauszugeben. Ein Teil der Gelder wurden in der Folge bereits zurückgegeben.

Ratingen/Hongkong (APA/dpa) - Der Modekonzern Esprit will wegen tiefroter Zahlen seine Kosten deutlich senken. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2017/18, das am 30. Juni endete, hatte das Unternehmen mit Firmensitz im deutschen Ratingen und Börsennotierung in Hongkong einen Nettoverlust von rund 2,5 Milliarden Hongkong Dollar (rund 270 Mio Euro) angehäuft, wie das Unternehmen am Dienstag in Hongkong mitteilte.
 

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Rote Zahlen - Modekonzern Esprit will Kosten senken

Los Gatos/Berlin (APA/dpa-AFX) - Der Chef des Medienkonzerns Axel Springer, Mathias Döpfner, zieht in den Verwaltungsrat des Videostreamingdienstes Netflix ein. Die US-Firma erhoffe sich davon "wertvolle Perspektiven und wichtige Einblicke für den Ausbau und die kontinuierliche Verbesserung unseres weltweiten Angebots", erklärte Gründer und Chef Reed Hastings am Dienstag.
 

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Springer-Chef kommt in Netflix-Verwaltungsrat

Wien (APA) - Grenzüberschreitender Sozialbetrug am Bau ist gang und gäbe. Dem wollen die europäischen Gewerkschaften nun mittels Wettbewerbsbeschwerde in Brüssel einen Riegel vorschieben - zumindest bei der Entsendung von Arbeitskräften innerhalb der EU soll es fairer zugehen. Die Europäische Föderation der Bau- und Holzarbeiter hat heute eine Wettbewerbsbeschwerde an die Europäische Kommission abgeschickt.
 

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Europäische Baugewerkschafter legten bei EU Wettbewerbsbeschwerde ein