Frauen erhielten bei Schuhhersteller Birkenstock weniger Lohn

Frauen haben bei Tochterunternehmen der deutschen Birkenstock-Gruppe über Jahrzehnte hinweg weniger Lohn bekommen als ihre männlichen Kollegen. Dazu seien derzeit gut 100 Verfahren vor dem Arbeitsgericht in Koblenz anhängig, sagte Gerichtsdirektor Hans-Joachim Gans am Montag und bestätigte einen Bericht des Magazins "Der Spiegel".

Weibliche Mitarbeiter in der Produktion des Schuhherstellers hätten für die gleiche Arbeit gut ein Euro weniger pro Stunde erhalten. Die Birkenstock-Gruppe bestätigte die ungleichen Lohnzahlungen.

Es handle sich um "Altlasten aus der Vergangenheit", von denen sich die Anfang 2013 angetretenen neuen Gesellschafter und die Geschäftsführung "in aller Klarheit" distanzierten, sagte ein Sprecher der Birkenstock-Gruppe in Neustadt/Wied. Die ungleichen Löhne rührten aus einer Zeit, in der Männer noch körperliche schwere Arbeiten ausgeführt hätten.

Im Jänner 2013 habe die Birkenstock-Gruppe "diesen Missstand" abgestellt: Seitdem werden Männer und Frauen gleich bezahlt. Allen betroffenen Mitarbeiterinnen seien Ausgleichszahlungen angeboten worden - auch wenn gesetzliche Anspruchsfristen bereits abgelaufen waren. "Mehr als die Hälfte hat das Angebot in Anspruch genommen", sagte der Sprecher. Es werde auch weiterhin aufrecht gehalten.

In einer vorherigen "Klagewelle" seien bereits mehrere Dutzend Klagen von Mitarbeiterinnen entschieden worden, sagte Gerichtsdirektor Gans. Der Arbeitgeber sei teils zu Nachzahlungen und zu Entschädigungszahlungen "im vierstelligen Eurobereich" verurteilt worden. Manche Verfahren seien noch vor dem Landesarbeitsgericht in Mainz anhängig, weil Berufung gegen das erste Urteil eingelegt wurde. Birkenstock zählt heute rund 2.500 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen rund 20 Millionen Paar Schuhe in mehr als 90 Länder verkauft.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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