Frauen in Führungspositionen: Steigende Tendenz bei Bewerbungen

Wien (APA) - Zwar ist es bis zu einer echten Gleichstellung von Frauen und Männern bei Spitzenpositionen noch ein weiter Weg, aber es gibt eine positive Tendenz, zeigt eine Auswertung der Bewerber-Datenbank des Beratungsunternehmens Deloitte. Vor allem 2017 kam es zu einem deutlichen Anstieg der Bewerbungen - und Anheuerungen - von Frauen. Bei den Gehaltswünschen beträgt der Abstand nur fünf Prozent.

Es gebe keinen Mangel an qualifizierten Frauen, zeigt die Analyse von 10.000 Bewerbungen bei Deloitte für Führungspositionen in den jüngsten drei Jahren (2015-2017), aus denen 200 Besetzungen hervorgingen. Und zumindest nach einem strukturierten Prozess mit Ausschreibung haben Frauen auch eine gute Chance, den Spitzenjob zu bekommen: 28 Prozent aller Führungspositionen beziehungsweise 20 Prozent der Vorstandspositionen seien mit Frauen besetzt worden: "Der Anteil der Besetzungen mit Frauen deckt sich damit fast mit der Bewerberinnenquote", hält Gundi Wentner, Partnerin bei Deloitte Österreich, auf Basis der Datenauswertung fest.

Frauen haben zuletzt auch deutlich öfter aufgezeigt, geht aus der Untersuchung hervor: 2015 seien nur 10 Prozent der Bewerbungen für Geschäftsführungs- oder Vorstandspositionen von Frauen gekommen, 2017 seien es 22 Prozent gewesen. Bei Bewerbungen für Führungspositionen aller Ebenen stieg die Frauenquote von 22 auf 30 Prozent. "Die verstärkte öffentliche Diskussion und konkrete politische Maßnahmen haben ihren Anteil zu diesem Anstieg beigetragen", so Wentner.

Auch die oft gehörte Ansicht, Frauen würden weniger Gage verlangen und deshalb weniger verdienen, relativiert Wentner. Der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern (Gender Pay Gap) betrage in Österreich 21,7 Prozent, bei den Gehaltsforderungen lagen die von Deloitte betreuten Kandidatinnen aber nur um fünf Prozent unter den Vorstellungen der Männer (132.000 zu 139.000 Euro). "Dennoch verdienen die männlichen Führungskräfte häufig besser. Das rührt daher, dass Gehaltsverhandlungen in Unternehmen nicht selten intransparent und geschlechterspezifisch geführt werden", so Wendtner.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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