Französischer Milliardär Bollore in Polizeigewahrsam - Berichte

Paris (APA/dpa/Reuters) - Ermittler haben laut einem Agenturbericht den bekannten französischen Unternehmer Vincent Bollore (66) in Gewahrsam genommen. Es gehe bei den Pariser Ermittlungen um einen Bestechungsverdacht bei der Vergabe von Hafen-Konzessionen in Westafrika, meldete die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Das fast 200 Jahre alte Familienunternehmen Bollore teilte in einer Erklärung mit, es habe bei den Aktivitäten in Afrika keine Unregelmäßigkeiten gegeben.

Vincent Bollore wurde von der Polizei zu Geschäftspraktiken in Afrika befragt, wie sein Anwalt sagte und damit einen Bericht der Zeitung "Le Monde" bestätigte.

Laut Reuters wird die Abrechnung von Telekommunikationsdienstleistungen in Togo und Guinea in den Jahren 2009 und 2010 untersucht.

Der Konzern ist in den Bereichen Transport, Logistik, Energiespeicherung und Kommunikation tätig und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 80.000 Menschen. Nach Schätzungen des US-Magazins "Forbes" beträgt das Vermögen von Vincent Bollore und seiner Familie rund 7,2 Mrd. US-Dollar (5,9 Mrd. Euro).

Die Korruptionsaffäre um eine Firma des Vivendi-Großaktionärs Vincent Bollore setzte auch dem Medienkonzern zu. Die Vivendi-Aktien verloren in Paris nach anfänglichen Gewinnen bis zu 1,3 Prozent. Die Titel der Groupe Bollore, der Holding des französischen Milliardärs, brachen zeitweise sogar um bis zu 7,7 Prozent ein.

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker

Brüssel (APA) - Unter österreichischem EU-Vorsitz zeichnet sich keine Einigung der EU-Staaten mehr über die geplante Aufstockung der EU-Grenzschutzagentur Frontex bis 2020 auf 10.000 Mann ab. Der EU-Vorsitz sieht dem Vernehmen nach für Dezember keine formale Einigung der EU-Innenminister mehr vor.
 

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Keine Einigung für Frontex-Aufstockung unter Österreichs EU-Vorsitz