Französische Alstom-Gewerkschaften gegen Siemens-Deal

Paris (APA/dpa) - Die französischen Gewerkschaften bei Alstom haben sich gegen den geplanten Zusammenschluss des Zugherstellers mit Siemens ausgesprochen. "Siemens realisiert eine sehr schöne Operation: die Kontrolle über den Alstom-Konzern übernehmen, ohne Geld auszugeben", kritisierten die vier Gewerkschaften CFDT, CFE-CGC, CGT und FO am Dienstag in einem gemeinsamen Positionspapier.

Sie seien entschieden gegen den Zusammenschluss, wie er heute vorgeschlagen wird. Das Projekt habe große wirtschaftliche, industrielle und soziale Risiken, so die Gewerkschaften.

Die Unternehmen hatten im September angekündigt, die Siemens-Zugsparte mit Alstom zusammenzulegen. Der deutsche Siemens-Konzern erhält dabei eine knappe Mehrheit an dem neuen Branchenriesen - dies hatte in Frankreich für Diskussionen gesorgt. Das Geschäft soll Ende dieses Jahres abgeschlossen werden.

Französische Arbeitnehmervertreter hatten schon mehrfach Sorgen vor Jobverlusten geäußert. Die Unternehmen haben einen Kündigungsverzicht für vier Jahre zugesichert. In der Gewerkschaftserklärung heißt es aber, dass danach "eine neue Zerstückelung" des Unternehmens "gut vorstellbar" sei.

Zudem wirft der Text der Siemens-Führung "Herablassung" gegenüber dem europäischen Betriebsrat von Alstom vor. Es sei sehr schwierig, Informationen aus München zu bekommen, sagte Claude Mandart von der CFE-CGC der Deutschen Presse-Agentur.

Bei Alstom steht noch eine Meinung des europäischen Betriebsrats zu dem Deal mit Siemens aus. Nach Angaben mehrerer Gewerkschafter braucht das Management eine Stellungnahme dieser Arbeitnehmervertretung, um das Vorhaben vorantreiben zu können - ob das Gremium zustimmt oder dagegen ist, habe aber keine Konsequenzen. Der Termin sei derzeit für die kommende Woche angesetzt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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