Frankreichs Top-Notenbanker für grenzüberschreitende Banken-Fusionen

Paris/Frankfurt (APA/Reuters) - Grenzüberschreitende Zusammenschlüsse von Banken können nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau das Finanzsystem sicherer machen. "Wir kommen in Europa an den Punkt, an dem gesunde und gut konzipierte länderübergreifende Fusionen tatsächlich die Finanzstabilität verbessern könnten", sagte Frankreichs Notenbank-Gouverneur am Montag in Paris.

Banken wären dadurch besser in der Lage, ihre Risiken zu streuen. Sie würden an Größe gewinnen und effizienter werden. Die einheitliche Bankenaufsicht sei gestärkt und die Abwicklung von maroden Instituten erleichtert worden, ergänzte Villeroy. Daher müsse das Thema, dass Banken zu groß werden könnten, um sie untergehen zu lassen ("too big to fail"), nicht mehr gefürchtet werden.

Geldhäuser sind bisher derartigen Appellen zu mehr länderübergreifenden Fusionen kaum nachgekommen. Unter anderem befürchten sie, dass durch solche Schritte die Kapitalanforderungen weiter steigen könnten. Die oberste Bankenaufseherin der Europäischen Zentralbank (EZB), Daniele Nouy, erwartet trotzdem künftig Zusammenschlüsse über Ländergrenzen hinweg. "Nun da das Wachstum zurückgekehrt ist, denke ich, dass solche Fusionen geschehen werden", sagte die Französin der portugiesischen Zeitung "Publico".

Paris (APA/AFP) - Der Möbelhersteller Roche Bobois geht an die Börse. Das französische Familienunternehmen hofft an der Mehrländerbörse Euronext auf einen Erlös von rund 22 Millionen Euro, wie es am Montag in Paris mitteilte. Die 1960 gegründete Roche-Bobois-Gruppe stellt hochwertige Möbel her und ist in 54 Ländern vertreten.
 

Newsticker

Französischer Möbelhersteller Roche Bobois geht an die Börse

Wien (APA) - Die Telekomregulierungsbehörde RTR hat Österreichs Kommunikationsinfrastruktur auf Risiken untersucht und dabei 487 Gefahren aufgelistet, wie aus einem am Montag veröffentlichten Bericht hervorgeht. Dabei geht es neben Ausfällen unter anderem um Cyberangriffe, Spionage und Katastrophen. Involviert waren Telekomfirmen, Internetserviceprovider, Verkehrs- und Innenministerium sowie das Kanzleramt.
 

Newsticker

Telekombehörde RTR unterzog Netzinfrastruktur Stresstest

München (APA/Reuters) - Das Übernahmeangebot aus China für den bayerischen Autozulieferer Grammer läuft. Die Aktionäre haben seit Montag vier Wochen (bis 23. Juli) Zeit, das Offert der Familie Wang anzunehmen, die den deutlich kleineren chinesischen Grammer-Partner Ningbo Jifeng kontrolliert, wie der Bieter mitteilte. Die Familie, die bereits gut 25 Prozent an Grammer hält, bietet wie angekündigt 60 Euro je Aktie.
 

Newsticker

Übernahmeangebot für Autozulieferer Grammer läuft bis 23. Juli