Frankreichs Top-Notenbanker für grenzüberschreitende Banken-Fusionen

Paris/Frankfurt (APA/Reuters) - Grenzüberschreitende Zusammenschlüsse von Banken können nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau das Finanzsystem sicherer machen. "Wir kommen in Europa an den Punkt, an dem gesunde und gut konzipierte länderübergreifende Fusionen tatsächlich die Finanzstabilität verbessern könnten", sagte Frankreichs Notenbank-Gouverneur am Montag in Paris.

Banken wären dadurch besser in der Lage, ihre Risiken zu streuen. Sie würden an Größe gewinnen und effizienter werden. Die einheitliche Bankenaufsicht sei gestärkt und die Abwicklung von maroden Instituten erleichtert worden, ergänzte Villeroy. Daher müsse das Thema, dass Banken zu groß werden könnten, um sie untergehen zu lassen ("too big to fail"), nicht mehr gefürchtet werden.

Geldhäuser sind bisher derartigen Appellen zu mehr länderübergreifenden Fusionen kaum nachgekommen. Unter anderem befürchten sie, dass durch solche Schritte die Kapitalanforderungen weiter steigen könnten. Die oberste Bankenaufseherin der Europäischen Zentralbank (EZB), Daniele Nouy, erwartet trotzdem künftig Zusammenschlüsse über Ländergrenzen hinweg. "Nun da das Wachstum zurückgekehrt ist, denke ich, dass solche Fusionen geschehen werden", sagte die Französin der portugiesischen Zeitung "Publico".

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht