Frankreichs Regierung bleibt in Machtprobe mit Gewerkschaften hart

Paris (APA/Reuters) - Auch vor der nächsten Streikwelle im Bahnverkehr bleibt die französische Regierung im Machtkampf mit den Gewerkschaften hart. Premierminister Edouard Philippe sagte am Donnerstag dem Sender "France Inter", an der Reform der hochverschuldeten Staatsbahn SNCF werde festgehalten.

Er sei offen für Gespräche über das Tempo des Sanierungskurses, sagte Philippe. "Aber nur wenn es klare Bekenntnisse zu Reformen im Betrieb gibt."

Dienstag und Mittwoch hatten Streiks große Teile des Bahnverkehrs lahmgelegt und Millionen Pendler getroffen. Am Sonntag soll ein neuer Ausstand folgen. Die Streiks werden laut Gewerkschaften über drei Monate laufen, wobei an jeweils zwei Tagen innerhalb von fünf Tagen gestreikt werden soll. Insgesamt sind so 36 Streiktage geplant. Auch die eher reformorientierte Gewerkschaft CFDT will sich inzwischen dem Arbeitskampf der übrigen vier Gewerkschaften anschließen.

Anlass der Proteste sind Pläne, den Verkehr wie von der EU gefordert bis 2020 für ausländische Anbieter zu öffnen. Zudem will die Regierung die mit fast 50 Mrd. Euro verschuldete SNCF sanieren, die jährlich rund 3 Mrd. Euro neue Schulden anhäufte. Dafür sollen auch traditionelle Privilegien bei Frührente und Arbeitszeiten der Beschäftigen abgebaut werden. Die Gewerkschaften fürchten, die Öffnung des Marktes und die Sanierung werde letztlich auf eine Privatisierung der SNCF hinauslaufen. Der Streik gilt daher als erste große Machtprobe mit Präsident Emmanuel Macron.

Die Arbeitsniederlegungen treffen auch die Nachbarländer. Von den TGV-Fernzügen war zuletzt nur einer von sieben unterwegs. Zwei Drittel der Züge zwischen Frankreich und Deutschland fuhren nicht. Auch Nachbarländer wie Spanien, Italien und die Schweiz waren zu großen Teilen abgehängt.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen