Frankreichs Notenbankchef warnt vor Risiken eines Brexit

Rund zwei Monate vor dem britischen Referendum über die EU-Zukunft des Landes hat Frankreichs Zentralbank vor den Folgen eines Austritts aus der Gemeinschaft gewarnt. Ein "Brexit" hätte Auswirkungen sowohl auf die Finanzmärkte als auch auf die Geldpolitik, sagte Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau am Montag bei einer Wirtschaftskonferenz in New York.

Die Briten bräuchten Europa ebenso wie Europa die Briten brauche. Er befürworte ausdrücklich einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union (EU). Die Briten stimmen am 23. Juni ab.

Neben eines drohenden "Brexit" bedeuten laut dem Notebankgouverneur auch die Flüchtlingskrise, die Anschlagsgefahr und das geringere Wachstum in Ländern wie China Risiken für Europa. Dennoch sei die Konjunkturerholung in Europa angelaufen, vor allem dank positiver Entwicklungen in Deutschland und in Spanien. Doch strukturelle Schwächen bremsten die Wirtschaft aus. Deshalb brauche die EU - mit oder ohne Großbritannien - mehr Investitionen sowie Arbeitsmarktreformen.

Eine Stellungnahme zur EZB-Politik lehnte Villeroy ab. Es wird erwartet, dass die EZB bei ihrer Sitzung am Donnerstag die Zinssätze unverändert lassen wird.

Berlin (APA/AFP) - Mehr als tausend Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin sowie Unterstützer haben am Mittwoch in der Hauptstadt für den Erhalt der Jobs bei der Airline demonstriert. Verdi-Sprecher Andreas Splanemann sprach am Nachmittag von rund 1.300 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, das habe die Erwartungen der Gewerkschaft "bei weitem übertroffen".
 

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Air-Berlin-Beschäftigte demonstrieren für Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Brüssel/Frankfurt (APA/Reuters) - Großbanken in der Eurozone sollen maximal vier Jahre Zeit zum Aufbau zusätzlicher Finanzpuffer für den Krisenfall erhalten. Erstmals würden verpflichtende Ziele für die Mehrheit der größten und komplexesten Finanzkonzerne in der Eurozone gesetzt, erklärte der Systemrisikorat (SRB), der in der Eurozone für die geordnete Abwicklung gescheiterter Banken verantwortlich ist, am Mittwoch.
 

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EU gibt Banken vier Jahre für Aufbau von Krisen-Puffer

Berlin/Frankfurt (APA/Reuters) - In der "Cum-Cum"-Affäre um Steuertricks mit Dividendenpapieren rechnen zahlreiche deutsche Banken mit Straf- und Steuernachzahlungen. 77 Institute erwarten wegen der Steuertricks Belastungen von insgesamt gut einer halben Milliarde Euro, wie es in einer Reuters vorliegenden Antwort des deutschen Finanzministeriums und der Finanzaufsicht BaFin auf eine Anfrage der Grünen heißt.
 

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Deutsche Banken stellen wegen Steuertricks halbe Milliarde zurück