Frankreichs Notenbankchef warnt vor Risiken eines Brexit

Rund zwei Monate vor dem britischen Referendum über die EU-Zukunft des Landes hat Frankreichs Zentralbank vor den Folgen eines Austritts aus der Gemeinschaft gewarnt. Ein "Brexit" hätte Auswirkungen sowohl auf die Finanzmärkte als auch auf die Geldpolitik, sagte Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau am Montag bei einer Wirtschaftskonferenz in New York.

Die Briten bräuchten Europa ebenso wie Europa die Briten brauche. Er befürworte ausdrücklich einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union (EU). Die Briten stimmen am 23. Juni ab.

Neben eines drohenden "Brexit" bedeuten laut dem Notebankgouverneur auch die Flüchtlingskrise, die Anschlagsgefahr und das geringere Wachstum in Ländern wie China Risiken für Europa. Dennoch sei die Konjunkturerholung in Europa angelaufen, vor allem dank positiver Entwicklungen in Deutschland und in Spanien. Doch strukturelle Schwächen bremsten die Wirtschaft aus. Deshalb brauche die EU - mit oder ohne Großbritannien - mehr Investitionen sowie Arbeitsmarktreformen.

Eine Stellungnahme zur EZB-Politik lehnte Villeroy ab. Es wird erwartet, dass die EZB bei ihrer Sitzung am Donnerstag die Zinssätze unverändert lassen wird.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab