Frankreichs Notenbankchef: Inflation zieht erst in Monaten an

Die Eurozone muss sich nach den Worten von Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau wohl auf weitere Monate mit fallenden Preisen einstellen. Erst wenn sich der Ölpreis stabilisiere, sei für die zweite Jahreshälfte mit leicht positiven Inflationsraten zu rechnen, betonte er am Mittwoch in Paris.

Er äußerte sich rund eine Woche vor der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank. Experten erwarten dabei eine Verschärfung des Strafzinses, den Banken für das Parken von Geld bei der Zentralbank zahlen müssen. Zudem wird über eine Ausweitung des monatlichen Volumens der Anleihenkäufe spekuliert, mit denen die EZB die Inflation anheizen möchte. Das Programm ist auf 1,5 Bill. Euro angelegt und läuft bis Ende März 2017.

Die EZB strebt eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an, die für die Konjunktur als ideal gilt. Zuletzt fielen die Preise jedoch um 0,2 Prozent. Die EZB will eine Deflation vermeiden - also ein Abrutschen der Preise auf breiter Front. Dabei verschieben Verbraucher in der Hoffnung auf immer günstigere Preise Käufe, wodurch auch Löhne sinken und Investitionen auf die lange Bank geschoben werden. Auch wenn die Eurozone nicht in einer Deflation stecke, sei die Schlacht noch nicht geschlagen, betonte der Franzose.

Wien (APA) - Die Aktie von Do&Co ist am Mittwoch um bis zu elf Prozent gefallen. Auslöser dürften Medienberichte aus der Türkei sein, wonach Großkunde Turkish Airlines (THY) am geplanten neuen Istanbuler Mega-Flughafen nicht mehr mit Do&Co, sondern mit SATS, einem Caterer aus Singapur, zusammenarbeiten wolle. Dazu sei eine Absichtserklärung unterschreiben worden, teilte THY laut türkischen Medien mit.
 

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Do&Co-Aktie stark gefallen - Verlust von Türkei-Geschäft absehbar

München/Nürnberg (APA/Reuters) - Der deutsche Markt- und Konsumforschungskonzern GfK zieht sich nach mehr als 18 Jahren von der Börse zurück. Die Finanzholding Acceleratio, in der der Finanzinvestor KKR seine GfK-Anteile mit denen des Mehrheitsaktionärs GfK-Verein gebündelt hat, hatte die zwangsweise Abfindung der restlichen Kleinaktionäre beschlossen.
 

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Marktforscher GfK verschwindet nach 18 Jahren von der Börse

Gießhübl/Wiener Neustadt (APA) - Das Konkursverfahren über die Food4you gmbh mit Sitz im niederösterreichischen Gießhübl, Betreiber der Restaurantkette Schnitzelhaus, ist am Dienstag am Landesgericht Wiener Neustadt eröffnet worden. Die erste Tagsatzung soll am 21. Dezember stattfinden, teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) mit.
 

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Konkursverfahren über Schnitzelhaus-Betreiber eröffnet