Frankreichs Notenbankchef: Inflation zieht erst in Monaten an

Die Eurozone muss sich nach den Worten von Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau wohl auf weitere Monate mit fallenden Preisen einstellen. Erst wenn sich der Ölpreis stabilisiere, sei für die zweite Jahreshälfte mit leicht positiven Inflationsraten zu rechnen, betonte er am Mittwoch in Paris.

Er äußerte sich rund eine Woche vor der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank. Experten erwarten dabei eine Verschärfung des Strafzinses, den Banken für das Parken von Geld bei der Zentralbank zahlen müssen. Zudem wird über eine Ausweitung des monatlichen Volumens der Anleihenkäufe spekuliert, mit denen die EZB die Inflation anheizen möchte. Das Programm ist auf 1,5 Bill. Euro angelegt und läuft bis Ende März 2017.

Die EZB strebt eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an, die für die Konjunktur als ideal gilt. Zuletzt fielen die Preise jedoch um 0,2 Prozent. Die EZB will eine Deflation vermeiden - also ein Abrutschen der Preise auf breiter Front. Dabei verschieben Verbraucher in der Hoffnung auf immer günstigere Preise Käufe, wodurch auch Löhne sinken und Investitionen auf die lange Bank geschoben werden. Auch wenn die Eurozone nicht in einer Deflation stecke, sei die Schlacht noch nicht geschlagen, betonte der Franzose.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma