Frankreichs Notenbankchef fordert rasche Reform für Wirtschaftsunion

München (APA/Reuters) - Der französische Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau hat entschiedene und schnelle Reformen für eine Wirtschaftsunion gefordert. Die Euro-Zone sei zwar stabilisiert, aber ohne Reformen "könnte die Geldpolitik bei einem Abschwung überfordert sein", sagte Villeroy de Galhau am Donnerstagabend auf der Münchner Europa Konferenz. "

Nationale Reformen sind die Voraussetzung für eine starke Währungsunion", fügte er hinzu. "Frankreich hat das vollkommen verstanden." Auch er sei gegen eine Transferunion oder Eurobonds.

Er warnte, dass die Euro-Länder nie vorankommen würden, sollten keine Reformen 2018 gelingen. Er forderte höhere Eigenkapitalquoten der Unternehmen. Diese seien in den USA viel größer. Zudem solle man die riesigen privaten Ersparnisse stärker für Investitionen nutzen. Man dürfe deshalb die Vollendung der Kapitalmarktunion nicht vergessen.

Wichtig wäre auch ein Investitions-Haushalt im Euroraum, um gemeinsame Vorhaben wie die Digitalisierung zu finanzieren. Nötig sei zudem eine engere Koordinierung der Wirtschaftspolitik. Zudem sprach sich Villeroy de Galhau für einen Europäischen Währungsfonds aus.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte