Frankreichs Finanzminister: Harte EU-Haltung gegen China und USA

Berlin (APA/Reuters) - Die EU wird nach Angaben des französischen Wirtschafts- und Finanzministers Bruno Le Maire in zwei Jahren eine Besteuerung amerikanischer Digitalunternehmen beschlossen haben. Le Maire kündigte bei einer Rede in Berlin zudem ein hartes Vorgehen gegen China an.

Es könne nicht sein, dass etwa China Märkte für europäische Firmen verschließe, aber eigene Produkte in der EU verkaufen können, sagte er. "Wir sind nicht protektionistisch, aber wir verteidigen unsere Interessen", sagte er. Le Maire nannte das Beispiel der Hersteller von Zügen. Die Europäer hätten bereits zugelassen, dass man die eigene Solarindustrie zerstört habe. "Das wird sich nicht wiederholen."

Le Maire forderte ein gemeinsames europäisches Vorgehen. Kein EU-Staat und kein EU-Unternehmen könne sich allein gegenüber China oder den USA behaupten. Es sei auch notwendig, dass die EU-Staaten gemeinsam in neue Technologien wie Künstliche Intelligenz, Robotics oder Raumfahrt investierten.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne